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Von Steuerbescheiden und Benzinpreisen

Von: D. Ferris - 23.06.2008
Benzinpreise - Kurt F. Domnick / pixelio.de

Benzinpreise - Kurt F. Domnick / pixelio.de

Eine spät in 2006 abgehaltene Umfrage weist darauf hin, dass die meisten Menschen die Energiegesellschaften sogar noch mehr hassen, als sie Tabakgesellschaften hassen. Und ihr Hass nimmt zu angesichts eines Benzinpreises, der über 4 $ pro Gallone [3,785 l][1] klettert. Was tut die Große Energie also, um dem negativen Sentiment zu begegnen? Sie strahlt lauter ‚Fühl-Dich-gut‘ Fernsehwerbespots aus. Die Gesellschaften und ihre Industrieverbände gaben im ersten Quartal 52,5 Millionen $ für Anzeigen aus, 18% mehr als im letzten Jahr.

Während Jeopardy [eine Quiz-Show in den USA] gestern Abend lief, sah Goldsmith drei verschiedene Werbespots von Baltimore Gas & Electric, in denen den Verbrauchern erzählt wurde, wie sie Geld bei ihrer Energierechnung sparen könnten, und in denen sie ermahnt wurden, von Starkstromleitungen fernzubleiben. Jeder Spot zeigte lächelnde Gesichter, strahlenden Sonnenschein und viel Kameradschaft. Das kann nur eins bedeuten: Die Stromrechnung werden in die Höhe schießen.


Ich frage mich, ob sich irgendeine der heutigen Heulsusen und Naseweise an Jimmys Carters unerwartete Ertragsteuer erinnert? Alle Achtung, das ist doch richtig großartig aufgegangen, stimmt‘s? Wir bestraften die öl- und Gasgesellschaften in genau dem Moment, wo der Markt sie belohnt hat. Für die nächsten beiden Jahrzehnte wollte niemand in diesem Geschäft sein. Und wie stehen wir jetzt da?


Von 2004 bis 2006 erlebten die 27 an der Spitze liegenden ölfirmen, die von der Energy Information Administration verfolgt wurden, wie sich ihre Steuerbescheide von 48,4 Milliarden $ auf 90,4 Milliarden $ beinahe verdoppelten. Überprüfen Sie den Steuerbescheid 2007 von ExxonMobil: Verkäufe, Verbrauchssteuern und Einkommensteuern beliefen sich auf 102 Milliarden $ bei 390 Milliarden $ Umsatz. Denken Sie nicht, dass das die Benzinpreise möglicherweise ein wenig beeinflusst?


Niemand wurde jemals zurück in den Wohlstand besteuert. Wohlstand geschieht, wenn Sie die Steuern und Regulierungen wegnehmen. Eine unerwartete Ertragsteuer wird das Benzin nur teurer machen, genau wie es dies das letzte Mal tat, als wir es versuchten. Wie konnte es auch anders sein? Fügen Sie eine neue Kostenkomponente hinzu und was werden Sie dann bekommen? Teureres Benzin, genau das! Wer zum Kuckuck versteht das nicht?




Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise. Der Weg in den Dritten Weltkrieg

(Gebundene Ausgabe)

von Günter Hannich


Kurzbeschreibung

Die Aktienmärkte jagen von Rekord zu Rekord. Es entsteht der Eindruck, daß jeder spielend ohne Arbeit reich werden kann. Dieses Buch wird Ihnen die Augen öffnen: Wir stehen vor dem größten Börsenkrach, den die Welt je gesehen hat. Unser Geldsystem wird an seinen inneren Widersprüchen zerbrechen. Weil die Politiker und die Hochfinanz mit ihren internationalen Machtkartellen alles daran setzen, die Stunde der Wahrheit so lange wie möglich hinauszuzögern, bläht sich das System immer mehr auf. Die Umverteilung des Kapitals von Arm nach Reich geschieht immer schneller. Doch die Finanzblase wird platzen. Eine Weltwirtschaftskrise von ungeahntem Ausmaß wir die Folge sein. Sie wird für die meisten zu unbeschreiblicher Armut und Elend führen, am Ende sogar zu einem neuen Weltkrieg. Günter Hannichs Analysen sind präzise und fundiert. Sie münden in konkrete Strategien und sind von bestechender Logik. Günter Hannich hat so recht ... es tut richtig weh!




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[1] Gallon [englisch], der oder das - Gallone, Einheitenzeichen gal, in Großbritannien, den Staaten des Commonwealth und den USA verwendete Volumeneinheit (meist für Flüssigkeiten). Das v.a. in Großbritannien und Australien benutzte Imperial Gallon beträgt 4,546 dm3. Daneben wird in den USA und Kanada das Winchester Gallon (= 3,785 dm3) verwendet.

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