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Weltwirtschaftskrisen

05.07.2011


oder

Die Herren des Geldes: Wie vier Bankiers die Weltwirtschaftskrise auslösten und die Welt in den Bankrott trieben



„Seit Menschen Kapital in den Händen halten, gibt es nicht nur geglückte Investments und hohe Gewinne, sondern auch die dunkle Seite des Kapitalismus: Wirtschaftskrisen, Börsencrashs, Arbeitslosigkeit und Armut.

Durch die Jahrhunderte hindurch ähneln sich die Mechanismen, die diese Krisen auslösen. Bereits im Florenz des 14. Jahrhunderts scheiterten angesehene Bankiersfamilien, weil sie Schuldner nicht ausreichend prüften.

Die holländische Tulpenkrise des 17. Jahrhunderts ist ein schönes Beispiel, wie aberwitzig die Gier nach immer höheren Gewinnen enden kann.

Die geplatzte Internetblase, aber auch die jüngste Finanzkrise ähnelt in Teilaspekten den historischen Beispielen. Der Unterschied ist: Die Globalisierung sorgt dafür, dass auch Wirtschaftskrisen nicht vor den Landesgrenzen halt machen. Damals wie heute spielten der Traum vom Reichtum, Fehlentscheidungen, Politik, die Psychologie der Anleger und der Tropfen, der das Fall zum Überlaufen bringt, eine Rolle.

Die Frage ist nur: Lernen wir daraus?...“


Dies ist die Einleitung zu einer überaus lehrreichen und spannenden Präsentation der bedeutenden Wirtschaftskrisen dieser Welt, die boerse.ARD.de unter der Rubrik Krisen, Crashs und Chaos mit dem Titel Weltwirtschaftskrisen liebevoll für Sie aufbereitet hat:



Drücken Sie auf den  „Start“-Button und lassen Sie sich - beginnend mit dem 14. Jahrhundert - mit Bildern und Text durch diese Kapitel in der Geschichte der Weltwirtschaftskrisen führen:

  • 1343 - Die ersten Privatbanken gingen bankrott
  • 1637 - Tulpenkrise in Holland
  • 1716 - John Law und die zügellose Vermehrung der Geldmenge
  • 1720 - Die britische „South Sea Bubble“
  • 1836 - Eisenbahnblase und Baumwollfieber
  • 1857 - Die erste Weltwirtschaftskrise
  • 1873 - Nach dem Gründerboom der Gründerkrach
  • 1907 - Die Schreckensjahre der amerikanischen Börsen
  • 1929 - Weltwirtschaftskrise
  • 1959 - Die Folgen von Bretton Woods
  • 1971 - Der Anfang vom Ende der festen Währungskurse
  • 1973 - Öl, geschüttelt, nicht gerührt
  • 1987 - 19. Oktober: Der größte Tagesverlust in der Börsengeschichte
  • 1997 - Asienkrise
  • 2000 - Die Internetblase
  • 2007 - Die Immobilienblase platzt
  • 2008 - Die Finanzkrise packt die Realwirtschaft


Dieser Überblick über die Geschichte der Weltwirtschaftskrisen endet in 2009.

Und nun zurück zu der Frage „Lernen wir daraus?...“

Diese Frage lässt sich so pauschal sicherlich nicht beantworten. Aber in jedem Fall wissen wir, dass wir es hier mit einem Phänomen zu tun haben, das nicht auf die Neuzeit beschränkt ist. In der Neuzeit gestaltet sich diese ganze Thematik jedoch noch erheblich komplexer, vor allem aufgrund unseres globalisierten Zeitalters, wodurch Faktoren in einer kaum noch zu überblickenden Vielfalt mit ins Spiel kommen.

Ein Mann hat sich nun eine große Lupe gegriffen und einige Facetten dieser komplexen Thematik mit diesem Vergrößerungsglas eingehend und überaus anschaulich beleuchtet:


Die Herren des Geldes: Wie vier Bankiers die Weltwirtschaftskrise auslösten und die Welt in den Bankrott trieben [Gebundene Ausgabe]

von Liaquat Ahamed (Autor)


Der Autor beleuchtet mit einer großen Lupe die Vorgeschichte und den Verlauf des Börsenkrachs von 1929 sowie die anschließende Wirtschaftskrise, also ungefähr den Zeitraum zwischen 1914 und 1936. Außergewöhnlich ist der Blickwinkel, den der Autor einnimmt. Er nimmt tatsächlich Persönlichkeiten unter die Lupe, die, wie er meint, einen unglückseligen Einfluss auf die damalige Entwicklung hatten, nämlich die Notenbanker der Zeit:

  • Benjamin Strong (Präsident der Federal Reserve Bank of New York - Amtszeit von 1914 bis 1928),
  • Montagu Norman (Gouverneur der Bank of England - 1920 bis 1944),
  • Emile Moreau (Gouverneur der Banque de France - 1926 bis 1930), und
  • Hjalmar Schacht (Präsident der Reichsbank von 1923 bis 1930 und 1933 bis 1939).

Dieses Buch wurde nicht umsonst mit dem Pulitzerpreis 2010 ausgezeichnet, wie Sie selbst sehr schnell feststellen werden, wenn Sie es lesen.


„...Fazit.
Dass der Autor für dieses Buch den Pulitzer-Preis erhielt, verwundert mich nach dem Lesen nicht mehr. Ich habe selten ein so unterhaltsames Sachbuch über Wirtschaftsgeschichte gelesen. Das Herunterbrechen historischer Ereignisse auf eine gewisse persönliche Ebene der Beteiligten macht sie viel verständlicher. Mit ein wenig Abstraktionsvermögen erkennt man erschreckende Parallelen zur heutigen Situation. Am Beispiel des bankrotten Griechenlands sieht man, dass genau wie damals Probleme verschleppt werden. Doch wie vor achtzig Jahren werden sie später mit viel größerer Gewalt zurückkehren. So ist eben auch damals aus einem eigentlich beherrschbaren Problem ein Riesenunglück geworden.
“ - Dr. R. Manthey


„...Abschließend muss ich noch mal betonen, dass dieses Buch ein absolutes Highlight für wirtschaftlich Interessierte darstellt. Da es aber keinerlei Vorkenntnisse erfordert ist es eigentlich jedem zu empfehlen. Der einzige Wehrmutstropfen ist die stellenweise doch etwas langatmige Erzählstruktur. Ich bereue zwar keine Minute Lesezeit und die Detailverliebtheit adelt den Autor aber ein 560 Seiten Buch über die Wirtschaft wirkt nun mal immer leicht abschreckend.“ - Mario Schenk

Eine ausführliche Rezension finden Sie zudem unter diesem Link: Die Herren des Geldes.

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
  • Verlag: FinanzBuch Verlag (14. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898795780
  • ISBN-13: 978-3898795784
  • Originaltitel: LORDS of FINANCE - THE BANKERS
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15 x 3,8 cm


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Detailliert zeichnet Ahamed nach, wie Notenbanker Millionen von Menschen ins Verderben stürzen, wenn sie danebenliegen. Hier zeigt sich bereits eine Analogie zur heutigen Situation, denn die Fachwelt diskutiert, ob durch die weltweite Öffnung der Geldschleusen nicht bereits der Grundstein für die nächste Krise gelegt wird. Der Reiz des Buches liegt darin, dass Ahamed nicht einfach die Entstehung der Weltwirtschaftkrise 1929 beschreibt, sondern dies anhand der Persönlichkeiten von vier Notenbankern tut, die alle auf ihre Weise hochspannende Figuren waren und die Geldpolitik bis heute prägen. Ahameds Thesen sind provokativ und haben in den USA großes Aufsehen erregt. Im Kern sagen sie, dass sich Notenbanker nicht zu dogmatisch an einem Ziel festklammern sollten. Damit greift Ahamed indirekt heutige Geldpolitiker an, die unter allen Umständen die Inflation kontrollieren wollen, besonders in Europa. Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis 2010!

Über den Autor

Liaquat Ahamed war Mitarbeiter der Weltbank. Seit nunmehr 25 Jahren arbeitet er als Investmentberater, aktuell insbesondere für Hedge-Fonds.


* * *


In diesem Buch werden Sie vielleicht nicht alle, aber zumindest eine ganze Reihe von Antworten finden. Sie werden vielleicht mit manchen Auswertungen und Schlussfolgerungen des Autors nicht übereinstimmen, dennoch möchten wir Ihnen dieses Buch als besonders lesenwert ans Herz legen:


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