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Soros, das Gold und 'Die ultimative Bubble'

Von: M. Rapp - 27.03.2010


Das Soros Fund Management LLC von George Soros, ein 25 Milliarden $ Unternehmen mit Sitz New York, hat sich im vierten Quartal 2009 mit Gold im Wert von ungefähr 663 Millionen $ eingedeckt und damit seinen Anteil im größten börsennotierten Goldfonds der Welt, dem SPDR Gold Trust, in etwa verdoppelt. Damit beläuft sich das Goldvermögen des Fonds auf mittlerweise 6,178 Millionen Aktien, was ihn zum viertgrößten Halter im SPDR Gold Trust macht.

Dieser Einkauf verdient besondere Beachtung angesichts der Tatsache, dass die Goldpreise bis zum Vierten Quartal 2009 bereits beträchtlich gestiegen waren, wie Sie in diesem Chart sehen können:


Quelle: http://www.kitco.com


Erst Ende Januar hatte das 40. Weltwirtschaftsforum in Davos stattgefunden. Anlässlich dieser Veranstaltung hatte Soros Gold allerdings als die 'ultimative Anlagenblase' ('ultimate asset bubble') beschrieben und dem Daily Telegraph zufolge gesagt, der Preis könnte stürzen. Es gäbe "keine Alternative zum Dollar".

Anmerkung: Da die Ertragsberichte auf vierteljährlicher Basis bei der SEC [Securities and Exchange Commission - Börsenaufsichtsbehörde der USA] eingereicht werden mit einer 45-tägigen zeitlichen Verzögerung, wäre es auch durchaus möglich, dass Soros in der Zeit seit seinem Gold Einkauf im IV. Quartal 2009 bis zu seinen denkwürdigen Äußerungen in Davos Ende Januar 2010 seine Einschätzung hinsichtlich Gold geändert und seitdem einige oder die ganze Position verkauft hat. Das werden wir erst mit dem nächsten Vierteljahresbericht für das Erste Quartal 2010 erfahren, der im Frühjahr fällig wird.

Wenn wir uns das gesamte Szenario anschauen, wird Soros' Beurteilung von Gold als ultimative Anlagenblase von anderen Experten offensichtlich nicht geteilt. So ließ zum Beispiel Tetsuya Yoshii, Vizepräsident für derivative Produkte bei der Mizuho Corporate Bank Ltd., gestern aus Tokyo verlauten: "Der Dollar ist schwach, und Leute wechseln einfach ihr Geld in einen sichereren Hafen." "Zentralbanken stocken ihre Reserven mit Gold auf, und wir werden erleben, dass mehr Leute Gold zu ihrem Investment Portfolio hinzufügen, während sie sich ins sicherere Zeug bewegen."

"Der Goldpreis stabilisiert sich nach einer rasanten Markterholung auf einem hohen Niveau. Er wird seinen Anstieg wohl aber fortsetzen", laut die Einschätzung von Tetsu Emori, Manager bei Astmax.

Laut Rozanna Wozniak, Expertin beim World Gold Council, ist die Investorennachfrage trotz gegenteiliger Annahmen nicht abgeebbt, sondern hat sich als widerstandsfähig erwiesen. Auch die Schmucknachfrage konnte einen 2,5%-igen Zuwachs verzeichnen.

Und etliche Bewegungen auf dem globalen Markt scheinen diese bullische Einschätzung zu stützen. So hat Indien im Oktober 200 Tonnen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) gekauft, während sich Chinas Holdings seit 2003 um 76% erhöht hätten auf 1.054 Tonnen, hieß es im April vergangenen Jahres.

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