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So bauen Sie sich ganz einfach ein Vermögen auf

Von: M. Rapp - 12.06.2012
Schachspiel - Cornelia Menichelli / pixelio.de

Schachspiel - Cornelia Menichelli / pixelio.de


Strategie und Taktik eines Erfolgsrezepts




Was hilft es, bessere Zeiten zu wünschen und zu erhoffen?
Ändert Euch nur selbst, so werden sich auch die Zeiten ändern.
Fleiß hat keine Wünsche nötig
!”
Benjamin Franklin


„Wenn ich einmal reich wär…“ – Wer erinnert sich nicht an diesen Song des optimistischen Träumers Milchmann Tevje, den Shmuel Rodensky so überzeugend in dem Musical Anatevka dargestellt hat… (hier auf YouTube zu sehen).

So wichtig Träume für uns Menschen auch sind, Vermögen bekommen Sie damit nicht aufgebaut. Sie können bestenfalls als Ansporn dienen.

Dabei ist es grundsätzlich ganz einfach Vermögen aufzubauen, vorausgesetzt allerdings, man hält sich dabei an ein paar simple Grundsätze. Was es jedenfalls nicht braucht ist Magie, Genie oder spezielle Verbindungen. Ein Quäntchen Glück kann allerdings nicht schaden. Und was es unbedingt braucht, ist gesunden Menschenverstand. Diese Zutat ist tatsächlich unverzichtbar.

Falls irgendjemand Sie zu ködern versucht, viel Geld auf den Tisch zu legen für völlig überteuerte Seminare, um hinter das ‚Geheimnis des finanziellen Erfolgs‘ zu kommen, haken Sie’s einfach ab. Denn „Das Geheimnis ist, es gibt keine Geheimnisse“. So die kluge Feststellung von John Bogle, mehrfach ausgezeichneter US-amerikanischer Unternehmer und Autor wirtschaftswissenschaftlicher Bücher. Hierzulande zwar nicht so sehr bekannt, wurde er dennoch vom Fortune Magazine 1999 neben Warren Buffett, Peter Lynch und George Soros zu den vier „[Investment] Giganten des 20. Jahrhunderts“ gezählt, 2004 nominierte ihn das Time Magazine auf die Liste der 100 mächtigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten weltweit und auch die Ehrendoktorwürde mehrerer Universitäten ist Teil seiner Auszeichnungen.

Die Strategie

Die grundlegende Formel für den Vermögensaufbau

Ihre Strategie kommt zum Ausdruck in der grundlegenden Formel für den Vermögensaufbau, und diese Formel lautet: Verdienen Sie mehr als Sie ausgeben, und investieren Sie die Differenz klug.

Wenn Sie sich diese große Wahrheit in ihrer ganzen Einfachheit zu eigen machen, befinden Sie sich in allerbester Gesellschaft, beispielsweise mit Benjamin Franklin (siehe Schlechte Zeiten und „der Weg zum Reichtum“).

Aber zerlegen wir zunächst einmal die obige Formel in ihre drei Komponenten:

  • Geld verdienen
  • Geld ausgeben
  • klug investieren

Das sagt Ihnen schon, dass Sie positiven Cashflow erschaffen müssen, den Sie dann investieren können, um wiederum zusätzlichen positiven Cashflow erschaffen zu können.

Geld verdienen

Mögliche strategische Alternativen wären hier Wechseln der Arbeitsstelle zugunsten eines besser dotierten Jobs, Durchsetzen einer Gehaltserhöhung oder Starten eines eigenen Geschäfts.

Geld ausgeben

Hier können Sie ganz unmittelbar ansetzen, indem Sie einfach sämtliche Ausgaben streichen, die nicht unmittelbar erforderlich sind.

Solange Sie diese „Einschränkung“ als eine Art Selbstkasteiung sehen, als Verzicht und Entsagung, haben Sie es in die schmerzbeladene Schublade der mentalen Folter gepackt. Und wer möchte das schon. Diese Denkweise ist also nicht unbedingt erfolgreich. Wenn Sie es aber sehen als Umlenkung Ihrer finanziellen Energien in Richtung auf die künftige Realisierung Ihrer finanziellen Freiheit, dann erschaffen Sie sich ein lohnenswertes Ziel, was es durchaus lohnt, auf das eine oder andere der heutigen sogenannten „Lifestyle“-Produkte zu verzichten.

Wichtig ist, dass Sie die Schere zwischen höheren Einnahmen bei geringeren Ausgaben immer weiter vergrößern, und dabei beide Klingen der Schere im Auge behalten. Sollten Sie zu eingleisig fahren und sich ausschließlich auf die Einnahmenseite der Formel konzentrieren, könnte es zu leicht passieren, dass Ihre Ausgaben mit den steigenden Einnahmen wachsen. Die Schere würde sich also nicht vergrößern und zum Investieren bliebe wieder nichts übrig.

Ihre Genialität zeigt sich darin, wie gut Sie beide Klingen der Schere parallel im Auge behalten können. Wie erfolgreich Sie diese Strategie der Doppelgleisigkeit umgesetzt haben, können Sie wiederum unmittelbar daran ablesen, wieviel Geld Ihnen übrig bleibt zum Investieren.

Die Taktik

Etablieren Sie zielgerichtete Gewohnheiten

Um diese Strategie erfolgreich umzusetzen, können Sie sich einer Taktik bedienen, die Ihnen Ihr Vorhaben enorm erleichtern wird. Und das Schlüsselelement dieser Taktik sind Ihre Gewohnheiten. Wenn Sie sich ein Vermögen aufbauen wollen, müssen Sie sich auch Gewohnheiten zulegen, die genau in diese Richtung zielen.

Wenn Sie einmal Ihre ganz persönlichen Verhaltensmuster kritisch durchleuchten, werden Sie feststellen, dass Sie selbst es sind, der mit kontraproduktiven Verhaltensmustern das Ziel des Vermögensaufbaus immer wieder durchkreuzt und sich seine eigenen Stolpersteine in den Weg legt.

Und eine ganz arge Gewohnheit ist das „Morgen, morgen, nur nicht heute…“ Wenn Sie es immer wieder zulassen, dass andere Dinge zwischen sich und Ihr Ziel kommen und Ihre Prioritäten sich ein ums andere Mal verlagern, werden Sie kaum jemals an Ihrem Ziel ankommen. Es wird immer irgendeine dringend notwendige Ausgabe geben, die Ihnen in die Quere kommt. Eine andere arge Gewohnheit, die Ihnen den Vermögensaufbau immer wieder vermasseln wird, ist der fatale Drang, sich selbst zum Opfer der Werbung zu machen, zum Musterkonsumenten, für den nur immer das Beste und Neueste gut genug ist und der sich selbst zum unbezahlten lebenden zweibeinigen Werbeträger für die ganze Palette der aktuellsten Lifestyle-Produkte degradiert.

Sie werden nicht umhin können, sich ganz bewusst Gewohnheiten anzutrainieren, die Ihr Ziel unterstützen. Mit den richtigen Gewohnheiten bekommen Sie das, was getan werden sollte, umgesetzt in etwas, was erledigt worden ist. Zielgerichtet antrainierte Gewohnheiten bilden sozusagen die Brücke zum Erreichen Ihrer Ziele. Und sie ermöglichen es, dass Tellerwäscher Millionäre werden, während Lotteriesieger Pleite gehen.

Die Fähigkeit mit Geld umzugehen, sein Geld zu managen, also die Gewohnheiten in Bezug auf den Umgang mit Geld, machen hier den Unterschied aus. Die Höhe des Einkommens ist nicht entscheidend und auch nicht der IQ, sondern einfach die Gewohnheiten in Bezug auf den Umgang mit Geld. Sie sorgen dafür, dass ein konstanter Fluss in Richtung auf das Erzeugen von mehr Energie fließt. Und dadurch kommt es zur wirklichen Magie, der Magie der Aufzinsung (Das Wunder des Aufzinsens) nämlich: viele, viele Tropfen, die sich aufaddieren und im Laufe der Zeit schließlich zu einem starken Strom werden. Und die alltäglichen Gewohnheiten sind es, die diese vielen einzelnen Tropfen in den richtigen Kanal lenken.

Über Ihre Gewohnheiten steuern Sie Ihre Handlungen in Richtung auf ein bestimmtes Ergebnis, und zwar so, dass Sie nicht jedes Mal aufs Neue darüber nachdenken und es neu entscheiden müssen. Sie tun es dann einfach, schließlich sind Sie es so gewohnt. Ihre Aktionen werden zur Selbstverständlichkeit. Dadurch erübrigt sich weiteres Nachdenken mit dem Risiko, dass Sie wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen oder sich Rechtfertigungen einbauen könnten, um die zunächst vielleicht unbequeme Sache doch noch mal aufzuschieben. Und das macht diese zielgerichtet zugelegten Gewohnheiten zu einem sehr wertvollen Werkzeug, das Sie dann auch genauso ursächlich einsetzen können.

Was auch immer Ihnen zunächst komplex und nahezu unkonfrontierbar erscheinen mag, zerlegen Sie es in viele kleine mundgerechte Einzelteilchen. Dann bauen Sie sich eine Brücke zwischen Denken und Handeln, indem Sie sich zur Erledigung dieser einzelnen Komponenten Gewohnheiten zu eigen machen. Und die Summierung aller dieser zur Gewohnheit gewordenen Einzelaktionen bringt sie schließlich an Ihr Ziel.

Hier manifestiert sich das simple Prinzip von Ursache und Wirkung.

Gutes Umsetzen!



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Bildquelle:
Schachspiel - Cornelia Menichelli / pixelio.de


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