
“Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.”
Thomas Alva Edison
Es ist unter anderem diese Einstellung, die Thomas Alva Edison zu dem genialen Löser technischer Probleme gemacht hat, der er war. Und es gibt immer Lösungen zu finden, selbst wo man sie gar nicht vermuten würde, sofern man nur Ausschau danach hält.
Das ist auch an den Warenmärkten zu beobachten, wo Schein und Sein doch gelegentlich weit auseinanderklaffen.
Im Fokus steht hier der Kupfermarkt.
Die US-Medien sind immer noch voll mit düsteren Prognosen angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und des folglich schwachen Konsumverhaltens. Dennoch gibt es einen Bereich, der in die Höhe schießt, und das ist Kupfer.
Kupfer zählt nicht nur zu den Edelmetallen, sondern ist dank seiner hervorragenden Eigenschaften als Wärme- und Stromleiter ein überaus vielseitig anwendbares Medium. In dem gesamten Bereich der Infrastruktur ist es ein unerlässlicher Bestandteil geworden. Halten Sie Ihre Augen offen und in der gesamten zivilisierten Welt werden Sie überall darauf stoßen: in Ihren Autos, Ihren Computern und Geräten sowie im gesamten Rohrleitungssystem. Als Münzmetall befindet es sich zudem in bester Gesellschaft von Gold und Silber. Dadurch steigt und fällt der Preis von Kupfer mit dem Gedeihen und Verblühen des weltweiten Wirtschaftswachstums.
Unter den Kupferproduzenten finden Sie Chile an vorderster Stelle. Dann folgen – mit großem Abstand – Peru und die USA. Polen, Portugal und Schweden stechen in Europa hervor. Übrigens als Anmerkung für Interessierte: In Deutschland wurde Kupfer immerhin bis 1990 als Kupferschiefer im Mansfelder Land im Südwesten Sachsen-Anhalts abgebaut.

Stranguss-Kupferscheibe in der Reinheit von ≥ 99,95%, makrogeätzt zur Verdeutlichung der inneren kristallinen Strukturen ∅ ≈83 mm. Zwecks Konservierung wurde sie dann noch lackiert. Man sieht deutlich die von Außen nach Innen verlaufende Kristallisation.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kupfer
Die Kreditkrise 2008 machte sich auch auf dem Kupfersektor bemerkbar und führte im Laufe des Jahres zu einem bemerkenswerten Einbruch von 66%. Niemand traute sich mehr, in Produkte und Komponenten zu investieren, deren wirtschaftliche Existenz und Wohlergehen von einer blühenden Wirtschaft abhingen.
Die Krise wurde überstanden, was auch den Kupfersektor mit neuem Leben erfüllte und für einen erfrischenden Aufschwung sorgte.

Quelle: http://www.ariva.de/
Im April dieses Jahres begab sich das Metall dann allerdings auf eine Talfahrt, die im Juni schließlich in einen achtmonatigen Tiefstand mündete. Allerdings umgehend gefolgt von einem neuerlichen Aufschwung bis knapp unter 4 $ pro Pfund, seinem Höchststand vor dem Einbruch.
Diese faszinierende Entwicklung dieses Sektors zeigt uns, wie schnell sich die Dinge ändern können. Und dass fixierte Ideen dergestalt 'wie schlimm es um alles bestellt ist' die beste Gewähr bieten für verpasste Gewinne. Als Investor sieht Sie gut beraten, wenn Sie solche Aussagen immer prüfen gegen was, was wirklich vor sich geht.
Ok – die Weltwirtschaft hat mit massiven Problemen zu kämpfen, wohl wahr. Und es liegt durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen, dass die USA eine weitere Runde der Rezession zu überstehen haben werden, die von da aus auch auf andere Nationen übergreifen könnte. Nichtsdestotrotz sollten Sie Konzepte wie ‚immer‘ und ‚überall‘ und dergleichen vollständig aus Ihrem Universum eliminieren. Ihre wahre Professionalität und Kunstfertigkeit wird sich darin zeigen, wieweit Sie in der Lage sind differenziert zu beobachten, um dann zu den korrekten Schlussfolgerungen zu gelangen.
Die Stärke, die Sie anhand dieses Kupfer Graphs feststellen können, sollte Ihnen als Indikator dienen, dass eine möglicherweise vorhandene bärische Haltung möglicherweise doch nicht angebracht ist, denn in einer durch und durch kranken Wirtschaft kann sich ein solcher Trend, wie Sie ihn hier sehen, nicht durchsetzen. Kupfer, das in dem gesamten Gefüge einer Wirtschaft benötigt wird und das in diesem Kursbereich gehandelt wird, ist der beste Hinweis darauf, dass offensichtlich viel gebaut und produziert wird.
Zugegeben, der Markt ist flüchtig und auch diese zur Schau gestellte Stärke von Kupfer kann wieder umschlagen. Dennoch sollten wir das, was wir hier sehen, nicht einfach hinwegerklären, sondern es zur Kenntnis nehmen und würdigen als das, was es ist: eine ungemein starke Entwicklung.
Und wenn eine derart starke Entwicklung in diesen als ‚ach so schlimm‘ deklarierten Zeiten möglich ist – dann, ja dann sollten Sie besser nicht darauf wetten, dass die Wirtschaft baden geht. Denn es kann sehr gut sein, dass sich genau das nicht auszahlt.
Bedenken Sie:
"Aktien erholen sich noch vor der Wirtschaft."
Warren Buffett
Sofern Sie also an Gewinnen interessiert sind, könnte folglich eine bullische Haltung durchaus angebracht sein.
Es liegt bei Ihnen!
Gutes Investieren!

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