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Milliarden für die US-Wirtschaft

Von: A. Radan - 12.08.2010

In der geplagten US-Wirtschaft kann von Erholung noch lange keine Rede sein. Dafür spricht neben den Wirtschaftszahlen auch die Ankündigung der US-Notenbank vom vergangenen Dienstag, sie würde langfristige Staatsanleihen kaufen, um damit die Zinsen nach unten zu drücken. Der Leitzins befindet sich mit 0,0 und 0,25 an einem historischen Tiefstand, was von der Zentralbank auch bestätigt wurde.

Die Fed erläuterte ihre Maßnahme mit der Feststellung, das Tempo der Konjunkturerholung habe sich in den vergangenen Monaten verlangsamt und der Aufschwung würde kurzfristig  „wahrscheinlich moderater ausfallen als zunächst erwartet“. Ökonomen von Barclays werten diese Maßnahmen als nachlassendes Vertrauen seitens der Notenbanker in den Aufschwung.

Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit (die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung erreichten einen sechsmonatigen Höchststand), die nur allmählich steigenden Einkommen und weiterhin schwierigen Kreditbedingungen wirken sich dämpfend auf die Konsumausgaben aus, und auch der Immobilienmarkt kränkelt weiterhin.

Die Märkte zeigten sich verunsichert auf diese Ankündigung der Fed. Auf europäischen wie asiatischen Börsen kam es in der Folge am Mittwoch zu teilweise kräftigen Kursrückgängen.

Es bleibt abzuwarten, ob die US-Notenbank mit ihrer Strategie das angestrebte Ziel erreicht, nämlich die Zinsen auch weiterhin niedrig zu halten und Investitionen für Unternehmen attraktiver zu machen und in der Folge auch den zähen Arbeitsmarkt anzukurbeln. Was vielleicht nicht jedem bekannt ist, einer der Aufgabenbereiche der Fed ist auch die Sicherung der Vollbeschäftigung, und genau dort gibt es noch eine Menge zu tun.

Auch Analysten vom unabhängigen Hongkonger Research-Unternehmen GaveKal sind in einer Aussendung skeptisch: "Die Fed wird beobachten müssen, ob ihre Maßnahmen dazu führen, dass mehr Kredite vergeben werden und die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigt.", so Analysten des unabhängigen Hongkonger Research-Unternehmen GaveKal.

Bleiben Sie wachsam!


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