
Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Plädoyer des Nobelpreisträgers für eine neue globale Wirtschaftspolitik.
Der freie Fall der Weltwirtschaft begann im Herbst 2008 mit dem Zusammenbruch der Investment-Bank Lehman Brothers. Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die wir seither erleben, ist die schlimmste seit den 1930er Jahren. In seinem neuen Buch fragt Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, wie es dazu kommen konnte – und erklärt, wie wir solche Katastrophen in Zukunft verhindern können.
Mit der Wirtschaftskrise hat sich die jahrzehntelang herrschende Wirtschaftsdoktrin selbst entzaubert: Falsche Anreize, entfesselte Märkte und eine ungerechte Verteilung des Reichtums haben die Welt an den Rand des Abgrunds geführt. Für Joseph Stiglitz ist klar: Ein »Weiter so« kann es nicht geben. Statt mit hektischen Rettungsmaßnahmen die eigene, nationale Wirtschaft zu retten und danach wieder zur Tagesordnung überzugehen, müssen wir diesen kritischen Moment nutzen, um eine neue globale Wirtschafts- und Finanzpolitik zu schaffen.
Joseph Stiglitz beschreibt in seinem neuen Buch, wie solch eine krisenfeste und gerechtere Wirtschaftsordnung aussehen könnte. Neben einer besseren Regulierung der Finanzmärkte und einer aktiveren Rolle des Staates in der Wirtschaft, müssen wir vor allem dafür Sorge tragen, weltweit Arbeitsplätze zu sichern und den Wohlstand gerechter zu verteilen.
»Schlicht eines der klügsten Bücher zur Krise, und daneben dank flüssigem und kompaktem Stil auch für Laien gut verständlich.«
(Dresdner Neueste Nachrichten, 21.06.10)
»Stiglitz’ Buch gehört auf den Tisch der G 20 genauso wie auf den jedes Bürgers, der es ganz genau wissen will.«
(Süddeutsche Zeitung, 29.05.10)
»Diese Passagen gehören zum Muss in der Krisendebatte. Man glaubt Stiglitz, wenn er wiederholt schreibt, wir bräuchten ein neues Wirtschaftsmodell.«
(DIE ZEIT)
"Die Analyse der Finanzkrise hat so viele Aufsätze, Bücher und Fachbeiträge hervorgebracht, dass es schwierig ist, die interessanten und qualitativ guten herauszufiltern. Das Buch von Stieglitz gehört zweifelsohne dazu. Und das nicht nur, weil es von einem Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften geschrieben worden ist. Eine ernsthafte Bestandsaufnahme und ein wirtschaftspolitischer Ausblick muss der Ökonomie wie auch der historischen, politischen und sozialen Komponente gerecht werden. Und das gelingt Stieglitz in hoher Qualität! Und als eine der gewichtigen Stimmen, die schon Jahre vorher vor dem Absturz gewarnt haben, ist er heute nicht von der Genugtuung frei, richtig gelegen zu haben. Man mag es ihm verzeihen; aufgrund des durchaus berechtigten und belegbaren Hinweises darauf und der hohen Qualität des Buches...
Und es lassen sich Lehren viele Lehren aus seinem Werk ziehen. Es gehört auf den Lesertisch eines jeden, der sich für die globale Ökonomie der Zukunft interessiert und auf den Lesertisch der Entscheidungsträger."
Matthias Schmitz-Brauer
"...Seine Analyse trifft den Kern des Problems..."
Bernd Kotz
"...Das Buch ist eine gnadenlose Abrechnung mit der neoliberalen Theorien und Praxis."
Winfried Stanzick
Joseph Stiglitz, 1943 in den USA geboren, war Professor für Volkswirtschaft in Yale, Princeton, Oxford und Stanford, bevor er 1993 zu einem Wirtschaftsberater der Clinton-Regierung wurde. Anschließend ging er als Chefvolkswirt zur Weltbank. 2001 wurde er mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet. Stiglitz lehrt heute an der Columbia University in New York. Bei Siedler erschien der Bestseller "Die Schatten der Globalisierung" (2002) und das viel diskutierte Buch "Die Roaring Nineties" (2004). Zuletzt erschien "Die Chancen der Globalisierung" (2006).
"In der Großen Rezession, die im Jahr 2008 begann, verloren Millionen von Menschen auf der ganzen Welt ihre Häuser und Arbeitsplätze. Noch viel mehr waren in Angst und Sorge, dass ihnen das Gleiche widerfahren könnte, und fast jeder, der für seinen Lebensabend oder für die Ausbildung seiner Kinder Geld zurückgelegt hatte, musste erleben, dass der Wert dieser Ersparnisse auf einen Bruchteil ihres früheren Wertes schrumpfte. Eine Krise, die in Amerika begann, breitete sich binnen Kurzem auf die ganze Welt aus - allein in China gingen 20 Millionen Arbeitsplätze verloren, und viele Millionen Menschen verarmten.
Damit hatte niemand gerechnet. Die moderne Volkswirtschaftslehre mit ihrem Glauben an freie Märkte und an die Globalisierung hatte Wohlstand für alle versprochen. Die hochgerühmte New Economy - die erstaunlichen Innovationen, die die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts kennzeichneten, darunter auch Deregulierung und Finanzierungstechnik - sollte ein besseres Risikomanagement ermöglichen und dadurch den konjunkturellen Schwankungen ein Ende setzen. Und wenn die Verbindung von New Economy und moderner Ökonomik das konjunkturelle Auf und Ab auch nicht abgeschafft habe, so habe sie es doch zumindest abgeschwächt. So erzählte man es uns jedenfalls.
Die Große Rezession - eindeutig der schlimmste Abschwung seit der Großen Depression vor 75 Jahren - hat diese Illusionen zerstört. Sie zwingt uns dazu, liebgewonnene Ansichten zu überdenken. Ein Viertel-Jahrhundert lang waren bestimmte marktwirtschaftliche Doktrinen tonangebend: Freie und unbeschränkte Märkte seien effizient; wenn sie Fehler machten, würden sie diese schnell korrigieren. Der Staat müsse sich auf die notwendigen Aufgaben beschränken, und Regulierung hemme die Innovationskraft einer Volkswirtschaft. Zentralbanken sollten unabhängig sein und sich darauf konzentrieren, die Inflationsrate möglichst niedrig zu halten. Mittlerweile hat selbst der Hohepriester dieser Ideologie, Alan Greenspan, der in dem Zeitraum, in dem diese Anschauungen maßgeblich waren, als Präsident der US-Notenbank amtierte, eingeräumt, dass dieser Ansatz verfehlt war - doch für die Vielen, die in der Folge zu den Leidtragenden gehörten, kam sein Eingeständnis zu spät.
Dieses Buch befasst sich mit einem Kampf der Ideen, mit den Vorstellungen, die zu den verfehlten politischen Maßnahmen führten, die die Krise auslösten, und mit den Lehren, die wir daraus ziehen. Mit der Zeit endet jede Krise. Aber jede Krise - zumal eine Krise dieses Ausmaßes - wirkt nach. Und die Krise von 2008 wird eine neue Sicht der langjährigen Kontroversen um die Frage, welches Wirtschaftssystem dem Gemeinwohl am dienlichsten ist, mit sich bringen. Der Kampf zwischen Kapitalismus und Kommunismus mag vorbei sein, aber es gibt unterschiedliche Spielarten der Marktwirtschaft, und der Wettbewerb zwischen ihnen geht weiter..."
Wir wünschen Ihnen eine entspannte und anregende Bereicherung Ihrer Gesichtspunkte!

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