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Google – „so zuverlässig, wie früher der Telefondienst“

Von: M. Rapp - 20.01.2011

Wer kennt ihn nicht – den Internetriesen Google. Nur wenige Unternehmen haben es bislang geschafft, eine derartige Bedeutung auf dem Markt einzunehmen, dass Ihr Firmenname sich verselbstständigt hat. So wurde beispielsweise das Verb googeln 2004 in den Duden aufgenommen.

Und nicht nur das: 2006 sah Google sich sogar veranlasst, Zeitungs- und Wörterbuchredaktionen zu kontaktieren und sie aufzufordern, den Begriff „to google“ oder „googeln“  präzise zu definieren als „mit Google im Internet suchen“ (siehe 24. Auflage des Duden). Mit dieser Präzisierung soll dem möglichen Verlust des Markenschutzes vorgebeugt werden. Allerdings hat es den Anschein, als würde sich diese Wörterbuch-Präsizierung in der alltäglichen Umgangssprache nicht durchsetzen können.

Wussten Sie, dass es eine ganze Website gibt mit den Konjugationen des Begriffs „googeln“.

Darüber hinaus verkündete die American Dialect Society (ADS) am 8. Januar 2010, dass der Begriff „Googeln“ in den USA zum Wort des Jahrzehnts gekürt worden sei. (Wort des Jahres war “tweet”, als Hauptwort eine kurze via Twitter gesandte Mitteilung, und als Verb die Handlung, eine solche Mitteilung zu versenden).

Dass es sich bei Google primär um eine Internet-Suchmaschine handelt, dürfte hinreichend bekannt sein. In diesem Bereich hat sich der Gigant mit einem Marktanteil von mehr als 80 Prozent aller weltweiten Suchanfragen ganz klar als Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen bewiesen. Nicht zuletzt deshalb gilt Google inzwischen weltweit als die wertvollste Marke.

Und Google ist überaus rege und sorgt dafür, dass dieser Name in allen Haushalten überaus präsent ist, sei es bei der Routenplanung mit Google Map oder dem Recherchieren künftiger Reiseziele mit Hilfe von Google Earth oder auch mit den kostenlos angebotenen e-Mail-Konten Mustermann@googlemail.com.

Seit 2004 ist Matthew Glotzbach für Google tätig und verantwortlich für die Entwicklung und das Management seiner Unternehmenserzeugnisse. Glotzbachs Spezialgebiet sind die besonderen Geschäfts- und Technologiebedürfnisse von Unternehmenskunden. Dazu gehört auch ein kostenpflichtiger e-Mail Service für diese Zielgruppe. Ein wichtiges Ziel von Glotzbachs Tätigkeit ist es, die Verfügbarkeit dieses Service fürs Business noch weiter zu auszubauen. So wolle Google eine Uptime, also eine verfügbare Betriebszeit von über 99,9 Prozent garantieren – andernfalls gäbe es Geld zurück. Aus diesem Grund würde es bei Googles Service-Level-Agreements (SLA) ab sofort keine "geplante Downtime" mehr geben. "Wir wollen so zuverlässig sein, wie früher der Telefondienst", sagt Matt Glotzbach... Quelle: Chip online.

Glotzbach hält Googles e-Mail-Dienst für führend: "Wir sind 32 Mal besser als eine normale E-Mail-Lösung und sogar 46 Mal besser als Microsoft Exchange", so seine stolze Einschätzung des eigenen Email-Dienstes, der ein Teil der Google Apps ist.

Wie erfolgreich Google mit seiner Unternehmenspolitik im vergangenen Jahr tatsächlich war, wird sich heute noch (US-Zeit) zeigen, denn dann präsentiert das Unternehmen seine Zahlen für 2010. Fest steht bereits jetzt, dass Google in drei der vergangenen vier Quartale die Erwartungen der Analysten übertroffen hat, und zwar um 4 bis 13%. Allein im II. Quartal verfehlte Google nur um 1% die Prognosen der Analysten.

Als sehr vorteilhaft für Googles Umsätze und Gewinne dürfte sich die ständige Ausweitung des Angebots erweisen. So wird für das IV. Quartal 2010 von einem geschätzten Umsatz von 6,04 Mrd. Dollar ausgegangen. Das entspräche einem Anstieg von 22%, verglichen mit demselben Zeitraum im Vorjahr.


Quelle: http://de.finance.yahoo.com/

Wie Ihnen dieses Chart zeigt, kann sich die Entwicklung besonders seit September 2010 sehen lassen. Google kann seitdem mit einem Kursplus von rund 33% aufwarten. Es fehlt nicht mehr viel an dem derzeitigen Stand von 472 Euro und die Gesellschaft kann ein neues Allzeithoch präsentieren.

Gutes Investieren!


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