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Gold - für JPMorgan Chase bereits eine gültige Sicherheit

Von: A. Radan - 09.02.2011
JPMorgan Chase Tower in Houston, Texas

"Wir haben viel Geld angelegt während der Verwirrung der letzten zwei Jahre.
Wenn es Gold regnet, greifen Sie nach einem Eimer, nicht einem Fingerhut
."
Warren Buffett


JPMorgan Chase - gemäß der Forbes Global 2000-Liste 2010 die größte Bank weltweit und einer der größten Halter von US-Dollars und anderem zweifelhaften Papier - hat eine Verwendung für Gold gefunden, und zwar eine monetäre Verwendung. Sie müssen sich diese Entwicklung einmal ganz klar vor Augen halten: Ein Wall Street-Mammut, der definitiv in die Kategorie fällt von "zu groß vor, um zu scheitern", "zu groß, um ignoriert zu werden", akzeptiert künftig Gold als zusätzliche Sicherheit bei einigen seiner Transaktionen! Nahezu unglaublich, aber wahr...

JPMorgan Chase gab diese Entscheidung am Montag, den 7. Februar 2011, bekannt mit der Begründung, eine steigende Anzahl ihrer Kunden würde das Edelmetall verwenden, um sich und ihr Vermögen gegen die Inflation abzusichern.

Wir haben es hier also mit zwei wichtigen Aspekten zu tun:

  • Wir wissen jetzt, dass viele private und institutionelle Kunden von JPMorgan Goldbarren horten. Und sie drängen die Bank, diese Goldbarren als zusätzliche Sicherheit zu akzeptieren.
  • JPMorgan hat in der Vergangenheit in der Regel nur die US-Schatzanweisungen als zusätzliche Sicherheit akzeptiert. Jetzt erklärt die Bank definitiv, dass Gold ebenso sicher und liquide ist wie US-Schatzanweisungen.

Dies kann als untrüglicher Hinweis darauf gewertet werden, dass immer mehr Leute auf der ganzen Welt angesichts der zunehmenden Ängste vor der Inflation, weil die US-Notenbank  und andere Zentralbanken weiter ihre Währungen entwerten, immer weniger auf den US-Dollar vertrauen und sich stattdessen lieber auf andere Geldinstrumente und auf Edelmetalle verlassen.

Folglich ist es nicht weiter verwunderlich, dass Gold auf Rekordhöhen klettert. Und wer weiß, vielleicht werden wir ja noch eine Zukunft erleben, wo jeder Kassierer an seinem Bankschalter auch eine Goldwaage stehen hat.


Quelle: http://www.ariva.de/


Der Weltgoldrat (World Gold Council – WGC) nimmt auch auf den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht Einfluss, um Gold als Tier 1 Aktivposten auf den Bilanzen von Banken zu akzeptieren.

Das dürfte dazu beitragen, auch die letzten Befürchtungen einiger Skeptiker zu zerstreuen, es könne sich bei dem Goldpreis um eine Bubble handeln. Laut den Experten des Weltgoldrates bleibe die Nachfrage in Gold-Investitionen weltweit stark. Ferner hieß es:

Neben der verstärkten Nachfrage spiele auch das beschränkte Angebot bei den aktuellen Entwicklungen eine Rolle. Früher boten die Zentralbanken Gold zum Kauf an, dieses Verhalten habe sich jedoch geändert. Die Zentralbanken änderten ihren Umgang mit den Reserven: die westlichen reduzierten die Goldverkäufe und die Zentralbanken der Entwicklungsländer erhöhten ihre Goldreserven.“

Gutes Investieren!


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