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Geld verdienen - Benjamin Franklin hat’s vorgemacht

Von: A. Bold - 23.06.2010
Franklin-Porträt von Joseph-Siffred Duplessis (Ölgemälde, um 1785). / Wikipedia

Franklin-Porträt von Joseph-Siffred Duplessis (Ölgemälde, um 1785).

Es gibt nicht viele Persönlichkeiten in der menschlichen Geschichte, die eine derart breite Palette von Interessen, Fähigkeiten und Tätigkeitsbereichen vorzuweisen haben wie Benjamin Franklin: Verleger, Staatsmann, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder, Naturphilosoph und Freimaurer. Aber damit nicht genug gilt er auch als einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten.

Er stammte aus armen Verhältnissen, was ihn nicht hinderte, einen unglaublichen Wissensdurst an den Tag zu legen und sich einen enormen Wissensschatz anzueignen – nicht an einer Schule oder Universität, sondern als Autodidakt!

Und als er dann im Alter von 84 Jahren starb, war Benjamin Franklin einer der 100 reichsten Amerikaner aller Zeiten!

Interessanterweise ist es aber eben nicht sein goldenes Händchen beim Geldmachen, das Franklin zu einem der vordersten Plätze in der Reihe der ganz herausragenden Persönlichkeiten der menschlichen Geschichte verholfen und ihn unsterblich hat. Geld war noch nicht einmal sonderlich wichtig für ihn, wie folgende Anekdote zeigt:

Franklin hatte 1742 ein viel effektiveres Modell eines offenen Zimmerofens entwickelt als die Modelle, die bis zu dem Zeitpunkt auf dem Markt waren. Diese Idee schenkte er seinem Jugendfreund Robert Grace, der das Modell produzierte und gewinnbringend auf den Markt brachte. Ein späteres Angebot, das alleinige Patent auf diesen Ofen zuerkannt zu bekommen, lehnte Franklin mit folgenden Worten ab: „Da wir auch aus den Erfindungen anderer große Vorteile ziehen, sollten wir uns über eine Gelegenheit, anderen durch irgendeine Erfindung von uns zu dienen, freuen und ihnen diese freiwillig und großmütig zugute kommen lassen.“

Großzügigkeit war sicherlich eine herausragende Eigenschaft von Franklin. Aber der Grund, warum sich die Leute vor allem an ihn erinnern, ist seine unermüdliche Wissbegierde, sein Drang zu verstehen, wie die Welt um ihn tatsächlich funktioniert. Und genau das verhalf ihm zu dem faszinierenden Leben, das ihn so begeistern konnte.

Beachten Sie die Reihenfolge: Es geht nicht darum, dass Sie auf faszinierende Dinge stoßen und dann interessiert sind, sondern Sie sind interessiert und stoßen dann und dadurch auf die Faszination des Lebens.

Franklin war brillant genug zu begreifen, dass er noch schneller vorankommen konnte, wenn er sich selbst mit kultivierten Leuten umgab, in reger Kommunikation mit ihnen war und ihre Geheimnisse ergründete und von ihnen lernte, lernte, lernte...

Im Jahre 1727 gründete Franklin deshalb mit 12 seiner Freunde und Mitunternehmer einen Selbsterziehungsclub, die „Junto“ (auch: Lederschurzenklub). Bei den Debatten in dieser illustren Runde, die jeden Freitagabend zusammenkam, ging es beileibe nicht nur um reine Business-Angelegenheiten. Das Spektrum umfasste schwerpunktmäßig die Bereiche Moral, Politik und Physik.

Diese Gemeinschaft bewährte sich 40 Jahre lang. Aus ihr entstand die American Philosophical Society, die es auch heute noch gibt in Philadelphia und die sich auf ihrer Website wie folgt beschreibt:

Als bedeutende wissenschaftliche Organisation mit internationaler Reputation fördert die Amerikanische Philosophische Gesellschaft nützliche Kenntnisse in den Wissenschaften und Geisteswissenschaften durch hervorragende Leistung bei wissenschaftlicher Forschung, professionellen Veranstaltungen, Veröffentlichungen, bibliothekarischen Quellen und Reichweite in die Gemeinschaft. Als erste gelehrte Gesellschaft dieses Landes hat die APS seit mehr als 250 Jahren eine wichtige Rolle im amerikanischen kulturellen und intellektuellen Leben gespielt.“

Das zeigt, wie sich das Gedankengut Benjamin Franklins über die Jahrhunderte behauptet hat.

Denn immerhin: Über Kommunikation und Interesse an der Gegenwart, so wie sie ist, kreieren wir die Zukunft, wie sie sein sollte.

Lebendige Kommunikation und Interesse sind auch für Sie als Investor der Grundpfeiler für ein erfolgreiches Agieren an der Börse. Denn wo Sie investieren sollten, verraten Ihnen nicht die Börsenticker. Das verrät Ihnen das Leben, wenn Sie Ihre Augen und Ohren offen halten.

Gutes Investieren!


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Bildquelle:
Franklin-Porträt von Joseph-Siffred Duplessis (Ölgemälde, um 1785).
Es zeigt Benjamin Franklin, nordamerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann, mit 79 Jahren. Das Bild diente 1995 als Vorlage zur Darstellung Franklins auf der neugestalteten 100-US-Dollar-Banknote. / Wikipedia


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