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Diese Indikatoren verraten Ihnen das "Ende Amerikas"

Von: A. Radan - 27.01.2011
Schuldenkrise - Gerd Altmann / pixellio.de

Schuldenkrise - Gerd Altmann / pixellio.de


"Hoffe auf das Beste, aber plane für das Schlimmste."
Augustus, Römischer Imperator


Immer wieder taucht in den Medien die Ungewissheit hinsichtlich der Zukunft des US-Dollars auf. Vor allem für Investoren stellt sich die Frage, ob es denn überhaupt noch Sinn macht in US-Aktien zu investieren, wenn der US-Dollar dem Untergang geweiht ist und – im Fall des Falles - den Wert der meisten Aktien mit sich in die Tiefe reißt.

Zu kaum einer Zeit zuvor war es derart angesagt, diese Frage zu stellen.

In den 1980er Jahren und Anfang der 1990er Jahre war von Gold Bugs und Verfechtern der politischen Willens- und Handlungsfreiheit verstärkt zu vernehmen, dass der US-Dollar mit Sicherheit dem totalen Untergang geweiht sei – ein Schicksal, dass sämtliche Fiat-Währungen treffen würde. Warum also sollte es dem US-Dollar anders ergehen.

Und auch später schwebte noch das Schreckgespenst oder besser, hing das Damoklesschwert im Raum, dass die Auswirkungen der Aktionen der Fed (US-Notenbank) für uns alle katastrophale Auswirkungen haben könnten. Und dennoch – die Welt ist noch nicht untergegangen. Der Tag der wirtschaftlichen, politischen und finanziellen Abrechnung, das Jüngste Gericht der Wirtschaft – ist nicht eingetreten. Sobald es so aussah, als könnte es nun soweit sein, veranlasste die Fed eine Quantitative Lockerung und der Markt antwortete mit einem erneuten Aufschwung.

Inzwischen scheint es jedoch, als sei inzwischen tatsächlich der Punkt erreicht, an dem wir nicht mehr so glimpflich davonkommen. Das wiederum bedeutet, dass jede Art von Geldvergabe an die US-Regierung in Form von Anleihen aller Art einem finanziellen Selbstmord gleicht.

Jetzt geben Sie Acht, denn der Markt gibt sich alle Mühe, Ihnen etwas sehr Wichtiges zu erzählen.

Gegen Ende 2008 gab es einen gigantischen Einbruch eines Bullenmarktes  bei den US-Schatzanweisungen, der über Jahrzehnte angehalten hatte. Und parallel dazu ist zu beobachten, dass die Zinssätze immer höhere Höchststände und immer höhere Tiefstände aufzeigen. Nun können Sie von einem Erfahrungswert ausgehen: die Preise von Schatzanweisungen bewegen sich entgegengesetzt zu den Zinssätzen. Das wiederum bedeutet im Klartext, dass die Schatzanweisungen niedrigere Höchststände machen. Und es dürften demnächst auch niedrigere Tiefstände zu erwarten sein.

Für dreißigjährige US-Schatzanweisungen gab es gegen Ende 2008 nur an die 3%. Demgegenüber sind es heute mehr als 4,5%. Das ist beachtlich. Und möglicherweise können sie sich in den kommenden ein, zwei Jahren durchaus auch noch verdoppeln.



Bei den Preisen für US-Schatzanweisungen sollte es eigentlich keine großen Abwärtsbewegungen geben. Denn immerhin galten sie in all den Jahren als beruhigender sicherer Hafen, ein Zufluchtsort für alle diejenigen, die es vorzogen, jegliches Risiko doch lieber zu meiden.

Auch der iShares S&P National Municipal bond fund (Nationaler Fonds für Kommunalobligationen) ist zusammengebrochen. Zwar sah es schon wiederholt so aus, als würde er sich erholen, stattdessen ist er dann aber noch tiefer gefallen. Sein neuer 52-wöchiger Tiefstand liegt immerhin um 10% unter seinem 52-wöchigen Hoch. Das ist für Kommunalobligationen eine ganz beachtliche Bewegung.

Einen derart markanten Absturz sollte es bei Kommunalobligationen nicht geben. Immerhin galten sie weltweit als zweitsicherste Investition neben den Schuldverschreibungen des US-Finanzministeriums. Jetzt haben sie sich in der Riege der riskanten Investments eingereiht, was natürlich kein Geheimnis bleiben und zu weiteren Konsequenzen führen wird.



Jahrelang stand es im Raum, dass der US-Dollar einbrechen würde. Dass dies unvermeidlich wäre, hat kaum jemand infrage gestellt. Nur irgendwie schien dieser Zeitpunkt in weiter Ferne zu liegen. Doch nun ...

Wenn wir vor kurzem vielleicht noch besorgt darüber waren, was für ein Szenario wir unseren Kindern oder Enkeln einst vererben würden, ist es jetzt eher angemessen, sich zu sorgen über das, was wir uns selbst ganz unmittelbar bescheren.

Es mutet beinahe wie eine Ironie des Schicksals an, dass uns der S&P 500 mit einer überschwänglichen Aktienbörse freundlich zuwinkt:



Immerhin konnte er seit Anfang 2009 mit einem Aufschwung von sage und schreibe 75% aufwarten.

Dieses Bild verleiht dem Stimmungsbarometer immensen Auftrieb. Und der Blick in den Rückspiegel mit einem derart berauschenden Anblick kann zu Trugschlüssen für die Zukunft führen. Demzufolge erscheint der Aktienbörsen Sentiment Indikator bei Weitem zu bullish. Besonders Börsenneulinge lassen sich von dieser beeindruckenden Entwicklung mitreißen und zu dem trügerischen Glauben verleiten, es müsse jetzt immer so weiter gehen.


Fazit

Auf die Gefahr, den lieben Mitmenschen als Miesepeter zu erscheinen: meine alten Empfehlungen im Hinblick die einzig gangbare Alternative angesichts eines solchen Szenarios haben nach wie vor Gültigkeit.

Gold – von einigen Kollegen als Anti-Dollar tituliert – legt uns schon seit zehn Jahren nahe, dass die Krise ins Haus steht. Im Sommer 1999 lag Gold noch bei ungefähr 252 $ pro Unze. Inzwischen ist es auf 1.350 $ geklettert. Gegen den US-Dollar ist Gold somit um das Fünffache gestiegen. Das spricht definitiv nicht für den Dollar. Und diese Entwicklung sollten Sie im Auge behalten.



Und die Moral von der Geschicht? Kaufen Sie Gold. Halten Sie es. Liebkosen Sie es. Lieben Sie es. Verbergen Sie es. Aber verkaufen Sie es nicht.

Machen Sie sich dies einmal klar: Die vermeintlich sichersten Obligationen der Welt brechen ein, Aktien werden eindeutig überbewertet und Gold nähert sich neuen absoluten Rekordhöhen.

Da bleibt Ihnen eigentlich gar nichts anderes übrig:

Besitzen Sie Gold- und Silberbarren. Besitzen Sie Aktien für Bodenschätze. Halten Sie viel Bargeld und verkaufen Sie fair bewertete und überbewertete Aktien.

Der Markt sagt Ihnen, dass schwierige Zeiten nicht in ferner Zukunft, sondern hier und jetzt bereits da sind. Nehmen Sie deshalb diese Empfehlung als Richtschnur für Ihr Portfolio boersenlexikon/p/news/portfolio/. So werden Sie sich und Ihr Vermögen schützen und sogar profitieren, während andere verlieren - und sich wundern, was zum Kuckuck vor sich geht.

Gutes Investieren!


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Bildquelle:
Schuldenkrise - Gerd Altmann / pixellio.de


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