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Die Motoren der Inflation

Von: A. Radan - 20.05.2010

Die Motoren der Inflation sind die Zentralbanken.

Es gibt sie auf nationaler Ebene (wie beispielsweise das US-Federal Reserve System oder die Bank of England, oder die Bank of Japan, etc.) und auf supranationaler Ebene (z. B. Europäische Zentralbank).

Ihnen allen gemeinsam ist ihr Zweck: Inflation herbeizuführen. Aber das werden Sie natürlich in ihren offiziellen Verlautbarungen und ihrer Definition nicht finden können. Dort heißt es stattdessen ganz neutral:  Eine Zentralbank ist eine Institution, welche für die Überwachung des Bankensystems und die Regulierung der Geldmenge in einer Volkswirtschaft zuständig ist.

Ob es uns nun passt oder nicht, wie befinden uns in einem Zeitalter mehr oder weniger konstanter Inflation. Umso wichtiger ist es für Sie und uns, unser Vermögen zu schützen. Das fängt an mit einem Verstehen dessen, womit wir es überhaupt zu tun haben.

Das Wort Inflation selbst stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „das Sich-Aufblasen, das Aufschwellen“.

Das Konzept der meisten Menschen hinsichtlich einer Inflation beschränkt sich darauf: das ist, wenn alles teurer wird.  Und in den gebildeteren Schichten erweitert sich das Konzept dahingehend, dass es sich um eine Preiserhöhung handelt, die im offiziellen offiziellen "Lebenshaltungskostenindex" erfasst wird.

De facto handelt es sich bei einer Inflation jedoch um eine Zunahme der Geldmenge und der Kredite.

Um dieses Phänomen wirklich zu verstehen, ist es zwingend erforderlich, präzise zu differenzieren zwischen einerseits der „Ursache“ und andererseits der „Wirkung“.

Ursache: Die Geldmenge und die Kredite werden aufgeblähtinflationiert.

Wirkung: Es gibt mehr Geld mit der Folge, dass die Preise von Waren, Dienstleistungen und Anlagen innerhalb einer Wirtschaft steigen.

Sie haben dieses Prinzip sicherlich schon selbst beobachtet: Das, wovon es viel gibt, verliert an Wert. Ein Überangebot eines Artikels bewirkt, dass sich sein Wert schon allein aufgrund des Überflusses  vermindert. Und das gilt übrigens in allen Lebensbereichen, nicht nur in der Marktwirtschaft.

Umgekehrt gilt entsprechend, dass die Knappheit eines Artikels bewirkt, dass alleine schon aufgrund seiner Knappheit sein Wert steigt. So wie bei einer Rekordernte der Marktwert des Getreides sinkt, wird er andererseits steigen, wenn die Ernte armselig ausgefallen ist.

Mit unserem Geld verhält es sich genauso. Sobald das Geld und die Kredite innerhalb einer Wirtschaft beständig zunehmen, wird sich der Wert des Geldes vermindern. Anders ausgedrückt: die Kaufkraft ihrer Währung schwindet. Das wiederum hat zur Folge, dass immer größere Mengen Geldes erforderlich sind, um dieselbe Menge an Waren, Dienstleistungen und Anlagen innerhalb einer Wirtschaft zu kaufen. Und dieses stete Schwinden der Kaufkraft ist die gravierendste Auswirkung der Inflation.

Aber es gibt noch eine weitere schlimme Auswirkung: Nicht alle Bürger eines Landes werden in gleicher Art und Weise in Mitleidenschaft gezogen, was zu einer Aufteilung des Vermögens führt. Das Motto könnte lauten: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Diejenigen, die zuerst Zugang zu diesem neu verfügbaren Geld erlangen, und zwar noch VOR ihren geplagten Mitmenschen, gewinnen am meisten. Denn ihr Einkommen steigt, bevor die Preis der Artikel, die sie kaufen, in die Höhe schießen.

Im Gegensatz dazu werden verarmte Leute, die in den entfernteren Gebieten der Wirtschaft leben und das neue Geld noch nicht erhalten haben, ausgeraubt:  sie werden feststellen müssen, dass die Preise bereits gestiegen sind, bevor sich das neue Geld positiv auf ihr Einkommen ausgewirkt hat.

Zu weiteren ernst zu nehmenden Auswirkungen im Schlepptau von Inflationen kommt es durch die Verzerrungen im Marktgefüge. Die Schwemme an Fiat-Money, an Papiergeld also, das durch keinerlei reale Gegenwerte mehr gedeckt ist, führt zu gewaltigen "Anlagen-Bubbles", gefolgt von den unvermeidlichen Pleiten, die für viele Menschen den Ruin bedeuten.

Wenn also Inflationen eine derartige Bedrohung für die Gesellschaft darstellen, warum werden sie von den Zentralbanken der Welt gefördert, obwohl sie sie angeblich bekämpfen?

Die Antwort ist ganz simpel: Banken verdienen daran.

Das Geschäft von Banken besteht darin, Geld zu verleihen, wofür sie dann wiederum Zinsen bekommen. Je mehr Kredite sie schaffen, desto mehr Geld verdienen Sie in Form von Zinseinnahmen. Denn bedenken sie: Es gibt auf der ganzen Welt keine andere Entität, die derart unmittelbaren Zugang zu neuem Geld hat wie eine Bank. Und wieder tritt das Motto in Kraft: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Folglich wird munter weiter inflationiert. Denn solange die Öffentlichkeit mitspielt, funktioniert das System. Und die Öffentlichkeit spielt mit, solange sie diese grundlegenden Prinzipien nicht kennt und nicht versteht.

Wehe jedoch, wenn die Öffentlichkeit dabei ist in Panik zu geraten aufgrund des drohenden Verlustes der Kaufkraft ihrer Ersparnisse!

Die Leute werden dann ihr Papiergeld gegen reale materiale Gegenwerte eintauschen wollen. Und von diesem Streben nach Sicherheit profitiert dann vor allem die Edelmetalle, allen voran der Goldmarkt.

Jetzt werden die Zentralbanken – in dem Bestreben zu demonstrieren, dass sie die Inflation aufrichtig bekämpfen - anfangen gegenzusteuern, indem sie die Zinssätze anheben. Sie schwingen sich auf zu dem Retter vor dem Ungeheuer, dass sie überhaupt erst geschaffen haben. Fühlt man sich da nicht erinnert an den Film Dragonheart, als Draco und Bowen sich in einem Zweckbündnis zusammenschließen und Bowen den Drachen in Schaukämpfen besieht und die Siegesprämien einkassiert vom Volk und dessen Lehnherren?!

Also: Bleiben Sie wachsam und lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen. Und schützen Sie Ihr Vermögen!


Unser Buchtipp zu diesem Thema:

Der Staatsbankrott kommt!: Hintergründe, die man kennen muss


Eine weitere Empfehlung:

Die Inflation kommt! Die besten Strategien, sich davor zu schüt-zen.


Eine weitere Empfehlung:

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