
"Hinsichtlich Gold auf Hausse gestimmt zu sein bedeutet, hinsichtlich des Dollars auf Baisse gestimmt zu sein, und umgekehrt.
Langfristig gesehen ist der Dollar eine dem Untergang geweihte Währung.
Das ist es, was Gold zu solch einer attraktiven langfristigen Investition macht."
Jeff Clark
Wie Reuters vermeldete, gelobte US-Finanzminister Timothy Geithner am Montag letzter Woche, dass die Vereinigten Staaten den Dollar nicht abwerten würden, um einen Exportvorteil zu erlangen, und sagte, kein Land könnte seine Währung schwächen, um wirtschaftliche Gesundheit zu erlangen.
"Es wird in diesem Land nicht geschehen", beteuerte Geithner gegenüber Silicon Valley Geschäftsführern im Hinblick auf das Abwerten des Dollars.
"Es ist sehr wichtig, dass die Menschen verstehen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika und kein Land auf der ganzen Welt ihren Weg zum Wohlstand abwerten können, um konkurrenzfähig zu sein", fügte Geithner hinzu. "Es ist keine lebensfähige, ausführbare Strategie, und wir werden uns nicht damit beschäftigen." Und er ergänzte, die Vereinigten Staaten müssten "hart arbeiten, um ihr Vertrauen in einen starken Dollar zu bewahren."
Soweit die Reuters Mitteilung vom vergangenen Dienstag.
Und, sieh an, die Leute glaubten ihm! Prompt war zu sehen, dass der Dollar ob dieser Beruhigung der Gemüter stieg, während Gold nachlassen musste.
Wenn wir uns jedoch die Wirtschaftgeschichte anschauen, scheint trotz aller beruhigenden Versicherungen des US-Finanzministers Vorsicht geboten.
Am 30. Juni 1997 versicherte Thailands Führer "Wir werden unsere Währung nicht abwerten." Diese Zusicherung unterstützte er mit allen Arten von starken, unstrittigen Feststellungen wie "Wenn die Währung abgewertet wird, werden wir alle arm werden."
Es brauchte nur drei Tage, bis Thailand dann tatsächlich seine Währung am 3. Juli 1997 abwertete.
Die Währung stürzte ab. Überprüfen Sie ein Chart der Aktienbörse von Thailand während der Zeit der Krise: 90% gefallen in Bezug auf US-Dollars:

Versuchen Sie sich das einmal vorzustellen - eine Wirtschaftskrise mit einem 90%-igen Einbruch!
Thailand ist bloß ein wohl bekanntes Beispiel dafür, dass auf eine "wir werden nicht abwerten"-Rede sozusagen postwendend eine massive Abwertung folgt. Dieses Beispiel hat sich in der Geschichte leider immer wieder bewahrheitet. Unter Fachleuten wurde es geradezu zu einem „Gebt Acht“-Indikator, sobald ein Finanzminister einer der Wachstumsmärkte eine „Wir werden nicht abwerten“-Parole ausgab, wurde es Zeit, auf genau solch eine Abwertung zu wetten.
Je eindringlicher die Beteuerung, dass man nicht abwerten würde, desto mehr sollten Sie wach werden und Ihre Lauscher aufstellen.
Zugegeben, die Währungssysteme der Schwellenländer lassen sich nicht mit den Währungssystemen der Industrienationen vergleichen, wo ein derart massiver Absturz schlichtweg undenkbar wäre. Wenn wir aber diese magischen Worte „Wir werden nicht abwerten“ als Indikator für einen zukünftigen Währungszusammenbruch werten...
Die Tatsache, dass auf Geitherners Beteuerungen hin offensichtlich die Masse der Investoren ihm gefolgt ist und daraufhin der Dollar stieg und Gold fiel, ist für einen Contrarian Investor ein Hinweis darauf, dass mit dieser Rede Geithners das Schicksal des Dollars besiegelt wurde und tatsächlich die Zukunft für Gold strahlend ausschaut.
Gutes Investieren!

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