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Deutschland und die Weltwirtschaft - Die Prognosen für 2010 und 2011

Von: A. Radan - 09.09.2010


"Der Ursprung des Wohlstands ist Wissen."
Eric D. Beinhocker


Die neueste Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ist jetzt erschienen. Und das Ergebnis:

Unter dem vielsagenden Titel: Deutschland: Nach dem Zwischenspurt langsamere Gangart der Konjunktur heißt es:

In Deutschland hat sich die Konjunktur in diesem Jahr deutlich schneller erholt als in den meisten anderen Industriestaaten. Wir erwarten, dass die deutsche Wirtschaft auch in nächster Zeit vergleichsweise robust bleibt, allerdings wird sich die Dynamik deutlich verlangsamen.

Die weitere Expansion wird maßgeblich von der Binnenwirtschaft getragen, während die außenwirtschaftlichen Impulse allmählich auslaufen. Für das laufende Jahr erwarten wir einen Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 3,4 Prozent. Im nächsten Jahr wird vor dem Hintergrund einer deutlich nachgebenden weltwirtschaftlichen Dynamik ein Zuwachs von 1,7 Prozent erreicht werden. Die Arbeitsmarktentwicklung ist weiterhin positiv; im Verlauf des nächsten Jahres dürfte die Zahl der Arbeitslosen unter drei Millionen sinken.

Die letzte Schätzung für die Konjunkturentwicklung hatte noch bei  2,1% gelegen. Um so mehr dürfen wir uns über diese Korrektur der Konjunkturexperten nach oben freuen,  nach der das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 3,4% zulegt.

Auch die Prognose für 2011 beinhaltet eine Korrektur nach oben, nämlich einen Anstieg von jetzt insgesamt 1,7%.

Die Experten gehen davon aus, dass die Erholung der Inlandsnachfrage stärker ausfallen wird als in der übrigen Eurozone. Zum einen hat Deutschland keine Anpassungskrise zu überwinden, wie die übrigen Länder. Zum anderen „sind die monetären Rahmenbedingungen hierzulande günstiger zu beurteilen als in den meisten anderen Ländern des gemeinsamen Währungsraums.“

Auch im Hinblick auf den Arbeitsmarkt geben sich die Experten des IFW zuversichtlich. So soll der Rückgang der Arbeitslosenzahlen nicht nur in diesem laufenden Jahr, sondern auch in 2011 anhalten. Insgesamt geht das IfW sogar davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen unter die 3 Mio. Marke sinken wird.


Unter dem Titel Erholung der Weltwirtschaft verliert an Schwung heißt es:

Die kräftige Expansion der Weltwirtschaft setzte sich nach der Jahreswende fort und hielt auch im zweiten Quartal 2010 an. Die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich zuletzt zwar eingetrübt. In den Schwellenländern dürfte die Abschwächung jedoch moderat ausfallen und die Wirtschaft auch im Prognosezeitraum kräftig expandieren. Die gegenwärtige Verringerung des konjunkturellen Tempos in den Industrieländern interpretieren wir eher als Resultat des Auslaufens temporärer Impulse, die der Erholung bislang eine überraschend hohe Dynamik verliehen haben, denn als Rückfall in eine rezessive Grundtendenz. Im Ergebnis erwarten wir, dass sich das Tempo der weltwirtschaftlichen Expansion im weiteren Verlauf dieses Jahres und im kommenden Jahr zwar verlangsamt, die gesamtwirtschaftliche Produktion aber deutlich aufwärts gerichtet bleibt. Unsere Prognose für den Anstieg der Weltproduktion in diesem Jahr revidieren wir nochmals leicht nach oben. Mit einer Rate von voraussichtlich 4,7 Prozent legt sie wieder annähernd so stark zu wie in den Jahren vor der Finanzkrise. Für 2011 erwarten wir unverändert einen moderateren Anstieg des globalen Bruttoin-landsprodukts um nur noch 3,6 Prozent.

Also, die Wirtschaft auf unserem Globus kann demnach in diesem Jahr noch mit einem Wachstum von 4,7% rechnen. Das ist doch ein sehr positiver Ausblick, selbst wenn es dann im nächsten Jahr möglicherweise nur noch 3,6% sein werden aufgrund des verlangsamten Wachstums in den asiatischen Boomländern China und Indien.

Immerhin, die Wirtschaft brummt, und das dürfte allen Investoren genügend Gelegenheiten bieten für profitable Investments.

Gutes Investieren!

Alle Konjunkturprognosen des Instituts finden Sie auf seiner Website unter diesem Link: http://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/konjunkturprognosen.


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