“Träume bringen Dich in die Zukunft und fügen der Gegenwart gespannte Aufgeregtheit hinzu.”
Robert Conklin
Es ist wieder soweit. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute legen heute, am Donnerstag, ihr Herbstgutachten zur konjunkturellen Entwicklung in Deutschland vor. Die FAZ, der das Gutachten vorliegt, weiß bereits jetzt zu verkünden, dass die Forscher sehr zuversichtlich sind, Deutschland sei auf einem guten Weg. Auch wenn die Wirtschaftskrise noch nicht völlig überwunden sei, sei doch schon abzusehen, dass die Erholung hier viel zügiger verlaufe als in anderen Industrienationen.
Das ist die Quintessenz der Untersuchungen von acht Wirtschaftsforschungsinstituten in ihrem Herbstgutachten, das sie im Auftrag und für die Regierung erstellen.
Wie die FAZ berichtet, wird in diesem Gutachten das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr mit 3,5% veranschlagt und in 2011 mit ungefähr 2%. Das ist mehr als für ganz Europa abzusehen ist.
Für die Arbeitslosigkeit erwarten die Wirtschaftsexperten einen Rückgang um 190.000 auf 3,25 Millionen, und in 2011 soll die Zahl unter die 3 Millionen Marke fallen. Das wäre in der Tat denkwürdig, denn für einen solchen Tiefstand müssen wir bis ins Jahre 1992 zurückgehen, wo wir ihn zuletzt erlebt haben. In dem Herbstgutachten wird auch davon ausgegangen, dass die Defizitquote des Staates schon 2011 mit 2,7 Prozent unter die Maastricht-Grenze sinken dürfte. Die Gutachter gäben allerdings zu bedenken, dass von der labilen Weltwirtschaft auch Risiken ausgingen: „...die Erholung [werde] noch lange Zeit dadurch beeinträchtigt, dass die Anpassungskrise in vielen Handelspartnerländern andauert.“
Besonders erfreulich zu vermerken ist nicht nur, dass der Wirtschaftsaufschwung den Produktionseinbruch wettmachen würde, sondern auch, dass die Erholung an Breite gewonnen habe. Während in den Vorjahren die Expansion noch primär von Deutschlands Exporten abhing, sei jetzt auch die Binnenkonjunktur wieder in die Gänge gekommen, und zwar der private Konsum wie auch die Investitionen der Betriebe. Das Konjunkturtempo würde sich zwar verlangsamen, Stimmungsindikatoren und Auftragseingänge lägen jedoch auf hohem Niveau.
Gutes Investieren!

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Foto: @ Gert Altmann / pixelio.de
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