
Regenzeit ist Lesezeit, zumindest bietet es sich an, diese feuchten Tage zu nutzen, um es sich mit einem guten Buch zuhause gemütlich zu machen. Aber in unserer hochtechnologischen Zeit muss es ja kein Buch mehr sein, ein eReader der neuen Generation bringt zumindest allen Technik-Freaks womöglich noch mehr Lesevergnügen.
Und da bietet sich jetzt Gelegenheit, sich technisch ganz neu einzudecken, denn ab kommender Woche, genauer ab dem 27. August, also nächsten Freitag, wird der Kindle der dritten Generation auch in Deutschland erhältlich sein. Damit werden Sie dann in der Lage sein, 3.500 Bücher mit zu sich auf Ihr Sofa zu nehmen mit nur 250 g Gewicht. Das Gewicht dürfte vor allem auch für Pendler interessant sein, die lange Arbeitswege in der Bahn zurücklegen müssen und sich dabei eine Auszeit gönnen zum Lesen.
Hierbei dürfte die E-Ink Pearl Technik hervorragende Dienste leisten, denn mit ihrer Hilfe ist blendfreier Lesegenuss sogar bei direkter Sonneneinstrahlung möglich, zumal der Kontrast gegenüber dem Vorgängermodell noch deutlich verschärft wurde. Auch die Größe des Schriftbildes lässt sich unterschiedlich groß einstellen, so dass man auch bei einem gelegentlichen Ruckeln der Bahn nicht gleich in den Zeilen verrutschen muss.

Die technischen Daten des Gerätes im Vergleich zu seinem Vorgänger:
Es soll sich dabei um den derzeit besten eBook-Reader auf dem Markt handeln - nicht zuletzt aufgrund der:
Der Kunde braucht keine Angst zu haben, seine einmal geladenen Bücher könnten verloren gehen. Er kann über eine persönliche Amazon Kindle-Bibliothek verfügen, in der alle seine gekauften Bücher gespeichert werden, die er sich dann notfalls immer wieder runterladen kann. Datenverlust ist also kein Thema mehr.
Amazon setzt mit seinem Kindle auf das Konzept Masse versus Mode und versucht so, seinen Konkurrenten Apple mit dem iPad aus dem Feld zu schlagen. Denn der Kindle kostet rund 300 Dollar weniger als das billigste iPad von Apple. So wie wir in Deutschland früher den Volkswagen hatten, sollen wir jetzt den Volks-Kindle bekommen.
Und es könnte sehr gut sein, dass dieses Konzept aufgeht. Denn der neue Kindle soll bereits fünf Tage nach seiner Markteinführung ausverkauft gewesen sein, und zwar beide Modelle, die günstigere WiFi-Version und die 3G Variante. Allerdings kann weiterhin bestellt werden. Der Kunde bekommt auf der amazon.com Website den Hinweis: "Wer zuerst kommt, malt zuerst". Aktuelle Bestellungen sollen bis zum 10. September abgewickelt werden. Mit dem Kindle hat Amazon seit zwei Jahren sein meistverkauftes Produkt.
Das Angebot an deutschsprachigen eBooks ist jedoch definitiv noch ausbaufähig. Neben etlichen Büchern ist bislang auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung erhältlich. Aber das deutschsprachige Angebot liegt noch weit hinter dem englischsprachigen Angebot zurück. Hier kann Amazon ein Programm mit 420.000 Titeln anbieten, wohingegen Apple in seinem iBookstore derzeit nur rund 25.000 Titel anzubieten hat. Sollten die neuen Geräte im Deutschland auch nur annähernd so gut einschlagen wie in den USA, wird das deutschsprachige Angebot sicherlich kurzfristig enorm aufgestockt werden.
Ein besonderer Pluspunkt ist das Angebot von Amazon, dass man sich die ersten Kapitel eines Buches auf den Kindle herunterladen und Probe lesen kann. Das ist besonders interessant für alle Leseratten, die sich für das Buch eines neuen Autors interessiert, mit dessen Schreibstil sie noch nicht vertraut sind. Zudem sind eine ganze Reihe von Klassikern, die nicht mehr unter Copyright stehen, kostenlos als Download erhältlich, was für Literaturbegeisterte sicherlich ein weiterer Anreiz ist.
Es wird noch recht spannend werden, ob sich das "Volks"-Kindle-Produkt von Amazon oder doch eher das exklusive iPad Produkt von Apple durchsetzen wird. In ein paar Wochen werden wir wohl schon mehr wissen.
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