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Bankkunden aufgepasst: neue Betrugsmasche beim Online-Banking

Von: J. Fuller - 21.07.2011
Achtung Gefahrstelle - Thommy Weiss / pixelio.de

Achtung Gefahrstelle - Thommy Weiss / pixelio.de

Nach Feierabend noch schnell ein paar Bankgeschäfte erledigen – die heutige Technik des Online-Banking macht es möglich. Also loggen Sie sich auf der entsprechenden Homepage Ihrer Bank ein. Soweit alles wie gehabt.

Doch dann die Überraschung: Auf Ihrem Konto soll irrtümlich eine Gutschrift von mehreren Tausend Euro eingegangen sein, Quelle unbekannt. Eigentlich eine tolle Nachricht, doch auch etwas irritierend, denn schließlich haben Sie keinen Zahlungseingang erwartet. Dieses Fragezeichen erledigt sich dann auch sogleich, denn im Handumdrehen erhalten Sie eine Warnung von Ihrer Bank, es handle sich bei dieser Gutschrift um ein bedauerliches  Versehen. Der Betrag hätte gar nicht auf Ihrem Konto eingehen dürfen. Deshalb würde Ihr Konto vorübergehend gesperrt. Und um diese Sperre wieder aufzuheben, müssten Sie zuerst den fraglichen Betrag auf das Konto des rechtmäßigen Eigentümers überweisen.

Jetzt hoffe ich sehr in Ihrem Interesse, dass Sie trotz des langen Arbeitstages, der bereits hinter Ihnen liegt, noch geistig fit und wachsam genug sind, um diese geforderte Überweisung nicht zu tätigen. Denn ansonsten könnten Sie eine böse Überraschung erleben. Tatsächlich ist die vermeintliche versehentliche Überweisung ist nie auf Ihrem Konto eingegangen. Ihre Rücküberweisung jedoch, sollten Sie dummerweise der frechen Aufforderung gefolgt sein, ist durchaus echt, schließlich autorisieren Sie sie ja auch noch mit Ihrer eigenen TAN.

Das Bundeskriminalamt (BKA) brachte kürzlich zu diesem dreisten Phishing-Vorgehen dieser Internet-Betrüger eine Warnung heraus:


Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer neuen Variante des Phishings im Onlinebanking

...Folgt der Kunde der Aufforderung die Rücküberweisung vorzunehmen, präsentiert die Schadsoftware das normale, aber bereits ausgefüllte Onlineüberweisungsformular.

Da der Geschädigte in diesem Fall die Überweisung selbst ausführt, bleiben die üblichen Sicherungsmechanismen im Onlinebanking wirkungslos und der angewiesene Betrag wird auf ein zur Täterseite gehörendes Bankkonto überwiesen.

Das Bundeskriminalamt rät:

Sollten Sie eine derartige Meldung auf Ihrem Computer erhalten, tätigen Sie keinesfalls die angeforderte Rücküberweisung und wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle. Der benutzte Rechner ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Schadsoftware infiziert.

Generell gilt: Halten Sie den Update-Status ihres Betriebssystems und Ihrer genutzten Anti-Viren-Software immer auf dem aktuellen Stand. Dies erhöht die Chancen, dass es erst gar nicht zu einer Infektion mit der Schadsoftware kommt.

Vorsichtig sollten Nutzer auch bei unbekannten Links oder Dateianhängen in E-Mails sein. Dahinter können sich Schadprogramme sowie infizierte oder gefälschte Webseiten verbergen.“


Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich ein ganz persönliches Warnsystem zulegen. Sobald Sie feststellen, dass irgendetwas ungewöhnlich ist und nicht so abläuft, wie Sie es gewohnt sind, sollten Ihre inneren Alarmglocken laut zu schrillen anfangen. Lassen Sie sich in solch einem Moment in keinem Fall auf irgendeine Aktion ein, die eine Überweisung Ihrerseits oder die Autorisierung einer Überweisung zur Folge hat wie beispielsweise die erneute Herausgabe einer TAN, obwohl Sie bereits eine eingegeben hatten. Und NIEMALS NIEMALS NIEMALS überweisen Sie irgendwelche Beträge an irgendjemanden, den Sie nicht kennen.

Machen Sie es sich zur Goldenen Regel: Auffälligkeit = umgehend die Bank kontaktieren. Lieber einmal zuviel nachfragen als zuwenig. Denn: Fragen kostet nichts. Reinfallen auf eine Betrugsmasche beim Online-Banking kann hingegen sehr teuer werden. Also lassen Sie es besser gar nicht erst soweit kommen.

Bleiben Sie wachsam!



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Thommy Weiss / pixelio.de


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