
Es gibt kein Mittel, den endgültigen Zusammenbruch eines durch Kreditausweitung verursachten Booms zu vermeiden. Die Alternative ist nur, ob die Krise eher kommen sollte als Ergebnis einer freiwilligen Aufgabe einer weiteren Kredit (Schuld) Ausweitung, oder später als endgültige und totale Katastrophe des beteiligten Währungssystems.
- Ludwig von Mises
In 2009 hatte es viele Diskussionen gegeben darüber, ob wir uns als letztendliches Ergebnis der Finanzkrise 2008 nun auf eine Inflation oder Deflation einrichten müssen.
In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass wir eher früher als später ein Problem mit der Inflation haben werden.
Im Zuge der Hypothekenkrise und des Bankenzusammenbruch 2007-2009 kam es unter anderem auch zu einem Zusammenbruch der gesamten Beleihungswerte zwischen 5 Billionen $ und 10 Billionen $. Politik und der Zentralbanken entschieden sich zu einer drastischen Maßnahme: Es wurde Geld gedruckt, und zwar in solchen Ausmaßen, wie wir es seit dem Bürgerkrieg nicht mehr erlebt haben. Auf diese Art schuf die Federal Reserve ungefähr 2 Billionen $ zusätzlichen Kredit, der dann gegen zweifelhafte Sicherheiten vergeben wurde.
Die Politik trug ihrerseits bei mit einem jährlichen Rekorddefizit von mindestens 1,8 Billionen $. Kurz und gut, innerhalb von nur ein paar Monaten - in Rekordgeschwindigkeit - expandierten zwei der Eckpfeiler unserer Wirtschaft, Geld und Kredit. Aber wo bleiben die anderen Stützpfeiler?
Und dann schien alles hinauszulaufen auf ein Wettrennen zwischen den Druckerpressen der Fed und dem wirtschaftlichen Wechselspiel von Angebot und Nachfrage. War es der Fed möglich, so schnell soviel Geld zu drucken, dass es nicht zu einem deflationistischen Zusammenbruch kommen würde? Konnte die Bedrohung einer Deflation mit abnehmender Geldmenge und demzufolge eingeschränkter Kaufkraft aufgehalten werden?
Der gesamte Kollateralschaden der Bankenkrise lässt sich grob geschätzt auf 5 Billionen $ beziffern. Aber in weniger als einem Jahr haben die Feds bereits fast 4 Billionen $ neues Geld und Kredit geschaffen.
In diesem Affentempo lässt sich kein gesundes Wirtschaftswachstum aufbauen mit der Produktion realer Werte, die auch nur annähernd einen Gegenpol darstellen können zu diesem gigantischen Geld- und Kreditballon.
Damit ist der Kampf zwischen Inflation und Deflation entschieden. Die Deflation wurde in der ersten Runde KO geschlagen.
Aber wie geht's weiter?! Laufende Druckerpressen wieder abzustellen ist fast noch schwieriger, als sie überhaupt anzuschalten. Zumal Barack Obamas Haushaltsplanung es erforderlich macht, dass das Budget in den kommenden acht Jahren jährlich mit über 1 Billion $ ins Minus geht. Also laufen die Pressen und laufen und laufen und laufen ...
Bis Jahresende wird somit nicht nur der gesamte Schaden von dem Hypotheken- und Bankenzusammenbruch (5 Billionen $) durch das neue Geld und den Kredit ersetzt werden, es wird darüber hinaus einen bedeutenden Inflationsdruck in der Wirtschaft geben.
Das heißt, für 2010 und 2011 werden wir mit einer massiven Inflation zu rechnen haben. All die zusätzlich in den Markt geschwemmten Dollars für den Banken Bailout haben einen Preis, den wir zu zahlen haben werden. Dieser Preis wird jedoch vor allem von jenen zu zahlen sein, die weder über die Mittel verfügen noch die Kenntnisse, um das Drucken der Dollars mit seinen inflationären Folgen aufzufangen.
Lässt es sich überhaupt auffangen? Ein Weg ist sicherlich das Investment in physisches Barrengold. Bei den Anlagen sind strategisch vor allem solche Sektoren zu empfehlen, die auch in Zeiten, wo das Geld kaum noch etwas wert ist, absolut unabdingbar sind, wie das Transportwesen und die Energieversorgung. Unabdingbar und damit äußerst wertvoll sind auch Ackerboden und Nahrungsmittel.
Edelmetalle wie Gold und Silber sowie strategische Anlagen, die inflationären Zeiten Stand halten, werden der Schlüssel sein. Und als besonders wertvoll werden sich ironischerweise auch solche Gesellschaften erweisen, die hohe Dollarschulden haben, denn Schulden in einer an Wert verlierenden Währung entsprechen faktisch einem Gewinn.
So ausgerüstet werden Sie auch solche Zeiten, wie Sie demnächst auf uns zukommen, überstehen können und sogar als Sieger daraus hervorgehen.
Gutes Investieren!

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