“Meine Lösung ist, genügend Goldaktien zu besitzen, so dass ich glücklich wäre, die Erholung des Goldpreises zu sehen, aber ebenfalls genügend Cash zu haben, so dass ich gleichfalls glücklich wäre, den Goldpreis fallen zu sehen, denn dann könnte ich meine Positionen zu attraktiveren Preisen vermehren. Es ist eine Gewinn-Gewinn Position und mit Sicherheit behebt es schlaflose Nächte voller Sorgens darüber, was der Markt nächste Woche anstellen wird".
Paul Van Eeden
Es gibt etliche Gründe, warum der Goldpreis noch weiter steigen wird. Viele davon kennen Sie bereits. Denn mit Sicherheit haben Sie schon einige Realität darüber erlangt, dass Leute aus Papierwährungen fliehen, um lieber „reales Vermögen“ in Händen zu halten, das nicht durch laufende Druckerpressen immer weiter entwertet werden kann. Reales Vermögen wie Gold, Silber oder Platin.
Dieser Faktor beeinflusst jedoch nur die eine Hälfte der Gleichung von Angebot und Nachfrage, nämlich die Nachfrage. Wie steht es aber mit dem Angebot, der zweiten Hälfte dieses Paars? Wie es aussieht, weisen alle möglichen Indikatoren darauf hin, dass die Goldpreise auch ohne die verstärkte Nachfrage im Laufe der nächsten Jahrzehnte und darüber hinaus weiter steigen werden, und zwar aufgrund des immer knapper werdenden Angebots.
Gold hat derzeit mit einem zweifachen Versorgungsengpass zu kämpfen. Und es steht zu erwarten, dass dieser Engpass in den vor uns liegenden Jahrzehnten dafür sorgen wird, dass die Goldpreise weiter steigen.
Südafrika ist der größte Golderzeuger der Welt, gefolgt von den USA, Australien und Russland und dicht dahinter Peru, China und Kanada. In den 1990er Jahren betrug die durchschnittliche Fördermenge 16,6 Millionen Unzen pro Jahr, 1993 gab es eine Spitze mit 18 Millionen Unzen im Jahr.
Dieses Niveau konnte das Land jedoch nicht halten. Es ging ab 2000 bergab mit der Produktion und zwar um durchschnittlich 6,3% jährlich. 2009 erzeugte das Land nur noch ungefähr ein Drittel seiner Spitze, nämlich rund 6,5 Millionen Unzen.
Eine ganze Reihe bedeutender Goldbergwerke mussten ihre Minen schließen, weil es ihnen schlichtweg an der für die Förderung unentbehrlichen Elektrizität mangelte. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die Lichter gingen aus.
Gold steuert auf einen Versorgungsengpass zu

Die Goldproduktion war im Laufe der letzten 10 Jahre kontinuierlich rückläufig. Und mit der rückläufigen Produktion haben auch bedeutende Goldgruben überall auf der Welt zu kämpfen.
Das Gold, das sich einigermaßen leicht fördern ließ, ist schon längst abgebaut und in Umlauf gebracht worden. Inzwischen ist eine viel intensivere Auseinandersetzung mit dem goldhaltigen Gestein erforderlich, um auch nur eine Unze Gold zu erzeugen. Das wiederum bedeutet, dass die Produktionskosten eklatant gestiegen sind, eine Entwicklung, die auch durch gestiegenen bzw. noch steigenden Goldpreise nicht aufgefangen werden konnte.
Neben diesem Faktor gibt es allerdings noch einen weiteren, der die Goldknappheit begünstigt: Regierungsverkäufe.
Wie Ihnen bekannt sein dürfte, halten die 20 größten Zentralbanken der Welt auch Gold in ihrem Bestand. Von diesen 20 Zentralbanken haben 11 im Laufe des letzten Jahrzehnts Gold verkauft, darunter auch der Internationale Währungsfonds (IWF).
Die betreffenden Länder haben bereits 24% ihres kollektiven Vermögens abgestoßen. (Die Zentralbank der Schweiz hat allein in den letzten 10 Jahren 60% ihres Goldbestands verkauft.)
Seit 2000 sind somit insgesamt 124 Millionen Unzen auf den Markt geströmt. Das entspricht ungefähr 15% der durchschnittlichen jährlichen Minenproduktion im Laufe dieser selben Zeit.
So war gestern nachzulesen:
Europas Notenbanken und IWF verkaufen 20,4 Tonnen Gold
London (dapd). Europäische Notenbanken und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben seit September 20,4 Tonnen Gold verkauft. Wie der Verband der Goldminenbetreiber am Mittwoch mitteilte, dürfen die Zentralbanken nach dem dritten Goldverkaufsabkommen bis zum September 2011 eine Gesamtmenge von 379,6 Tonnen des Edelmetalls veräußern. Seit dem Start des laufenden Abkommens im September 2009 sind nach Angaben des World Gold Council (WGC) bereits 156,4 Tonnen verkauft worden.
Quelle: http://www.business-wissen.de/nachrichten/europas-notenbanken-und-iwf-verkaufen-204-tonnen-gold/
Die Verkäufe der Zentralbanken mussten bereits begrenzt und koordiniert werden, um sicherzustellen, dass es dadurch nicht womöglich zu einer Destabilisierung der Goldpreise kommt. Dieses Abkommen wird von 19 Zentralbanken getragen, die zusammen maximal 400 Tonnen Gold jährlich verkaufen dürfen.
Angesichts eines Goldpreises, der sich absoluten Rekordhöhen nähert, haben sich einige Regierungen zu einer Kehrtwende entschlossen. Einige kaufen tatsächlich Gold. Und der IWF reduzierte die Verkäufe im Oktober um 40%.
Auf den Punkt gebracht:
In der Folge erleben wir höhere Goldpreise.
An einem Punkt im Laufe der Jahre werden die höheren Goldpreise dazu führen, dass auch unrentable Gruben wieder gewinnbringend werden. Und dann wird es tonnenweise neue Goldlieferungen geben. Ein wichtiger Indikator könnte die Südafrikas Goldproduktion für Sie sein. Denn wenn diese erneut ein Rekordhoch erreicht, wird es an der Zeit sein, den eigenen Goldbestand wieder zu verkaufen. Aber bis es soweit ist, werden noch Jahrzehnte ins Land gehen.
Gutes Investieren!

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