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Der Tablet-Hype ist in vollem Gange

Von: M. Rapp - 11.01.2011
Kondensatoren TommyS/pixelio.de.jpg

Sieger oder Verlierer: Sie können in jedem Fall gewinnen


Nur eines macht sein Traumziel unerreichbar: die Angst vor dem Versagen.”
Paulo Coelho


Das „Festival des Hype“ so könnte man sie nennen, die als Consumer Electronics Show  (CES) bekannte Veranstaltung, die jeden Januar in Las Vegas abgehalten wird, so auch in diesem Jahr vom 6. bis 9. Januar. Die CES gilt weltweit als bedeutendste Messe zum Thema Unterhaltungselektronik, denn hier werden alljährlich all die zahlreichen neuen Produkte vorgestellt oder angekündigt, die nach den Vorstellungen ihrer Hersteller künftig den Markt erobern sollen.

Messeveranstalter ist die Consumer Electronics Association (CEA), gemäß deren Presseverlautbarung vom Sonntag die Messe ein deutliches Aussteller- und Besucherplus verzeichnen konnte. Mehr als 2.700 Technologie-Unternehmen haben ihre neuesten Produkte und Entwicklungen der Unterhaltungselektronik präsentiert, also ungefähr soviel wie in 2009. Die Anzahl der Fachbesucher wiederum stieg von 120.000 im Vorjahr auf 140.000 in diesem Jahr.

Die Bedeutung der CES 2011 wird auch ersichtlich aus der Präsenz zahlreicher CEOs großer Unternehmen aus der Branche, wie beispielsweise Steve Ballmer (Microsoft), Ivan Seidenberg (Verizon), Rupert Stadler (Audi), Boo-Keun Yoon (Samsung), Alan Mulally (Ford), Reed Hastings (Netflix), John Chambers (Cisco), Ursula Burns (Xerox) und Jeffrey Immelt (General Electric).

Einer absoluter Schwerpunkt der Messe waren neben den 3D-Fernsehern die immer beliebter werdenden Tablet-Computer. Seit dem gigantischen Erfolg von Apple mit seinem iPad (schätzungsweise 13 Millionen verkaufte iPads in 2010) gibt es kaum noch ein Unternehmen im Bereich der Unterhaltungselektronik, das nicht versucht, ein ähnliches oder gar besseres Produkt auf den Markt zu bringen in der Hoffnung, an den Erfolg des iPad anknüpfen zu können. Der Hype ist in vollem Gange. Da verwundert es nicht, dass das Marktforschungsfirma Gartner für dieses Jahr von einem Absatz von 55 Millionen Tablet-PCs ausgeht, die meisten davon wieder iPads, aber auch an die 10 bis 15 Millionen Geräte der Apple Konkurrenz. Chefanalyst der CES, Shawn DuBravac, ist mit seiner Prognose etwas moderater, schätzt aber dennoch, dass etwa 30 Millionen Tablet-PCs verkauft würden plus 19 Millionen E-Book-Reader.


Der Hype-Zyklus

In diesem Zusammenhang dürfte ein Phänomen von einigem Interesse sein, und zwar der sogenannte Hype-Zyklus. Dieser Hype-Zyklus besagt nämlich, dass neue Technologie bei ihrer Einführung fünf unterschiedliche Phasen durchläuft:

Phase 1

Ein neues Produkt kommt auf den Markt und gewinnt beachtliches Interesse des Fachpublikums. Trittbrettfahrer klinken sich ein, um von diesem Trend zu profitieren.

Phase 2

Der Aufwärtstrend führt zu übertriebenem Enthusiasmus und unrealistischen Erwartungen. Das Produkt hat noch mit einer ganzen Reihe von Kinderkrankheiten zu kämpfen.

Phase 3

Es bildet sich ein „Tal der Enttäuschungen“ aufgrund der nicht erfüllten Erwartungen und der Geschwindigkeit, mit der das Produkt an Aktualität verliert. In der Folge bekommt das Produkt erheblich weniger Aufmerksamkeit in den Medien.

Phase 4

Als nächstes entwickelt sich der sogenannte „Pfad der Erleuchtung“: die Kinderkrankheiten werden quasi verarbeitet und Vorteile, praktische Umsetzung und Grenzen der neuen Technologie realistisch eingeschätzt.

Phase 5

In dieser letzten Phase erkennen und akzeptieren wir die Vorteile und gelangen schließlich zur Ebene der Produktivität. Nach Überwindung der Kinderkrankheiten erleben wir die Weiterentwicklung des Produkts in seiner zweiten oder dritten Generation.


Soweit es das iPad anbelangt, gibt es bereits Ankündigungen für das iPad2, das angeblich Anfang Februar auf den Markt kommen soll. Andere Hersteller haben ebenfalls für das erste bzw. zweite Quartal ihre neuen Produkte angekündigt, wie beispielsweise Motorola sein Xoom mit der neuesten Android Version mit dem schönen Namen Honeycomb (Honigwabe). Honeycomb scheint dann wirklich speziell auf Tablets ausgelegt zu sein, anders als seine Vorgänger, die zwar auf Smartphone exzellent funktionierten, aber den Anforderungen der erheblich größeren Tablets doch nicht gewachsen waren. Demzufolge scheinen wir uns, was Tablets anbelangt, inzwischen irgendwo zwischen Phase 4 und 5 des Hype-Zyklus zu bewegen.

Das Xoom wird bereits als potentieller „iPad Killer“ gehandelt. Allerdings gab es einige solcher potentiellen „iPad Killer“ und keiner von ihnen hat es bislang wirklich geschafft. Wer letztlich bei diesem Tablet-Boom das Rennen machen und als strahlender Sieger daraus hervorgehen wird, steht noch in den Sternen. Eins ist aber jetzt schon sicher: Es wird Sieger und Verlierer geben.


Die Gewinner des Tablet-Hype

Was heißt das nun für Sie als Investor. Nun, mit Sicherheit wollen Sie nicht auf einen Verlierer setzen, wer will das schon. Gibt es nicht auch eine Möglichkeit, mit 100%-iger Gewissheit auf einen Gewinner zu setzen? Die gibt es.

Denn mit absoluter Sicherheit wird es in jedem Fall einen Gewinner geben: die Chip-Hersteller sprich Halbleiter-Gesellschaften. Sie sind verantwortlich für all die kleinen elektronischen Bauteile, die in Geräten wie Mobiltelefonen und Tablet-Computern und 2D und 3D-Fernsehern verbaut werden.

Halbleiter-Gesellschaften bieten den enormen Vorteil, dass sie immer und in jedem Fall gewinnen – egal welches der Konsumprodukte sich bei den Konsumenten durchsetzt und letztendlich das Rennen macht. Sie sind Zulieferer für die unterschiedlichsten Hersteller, weshalb sie sich keine allzu großen Gedanken darüber machen müssen, welches Modell als Sieger aus dem Hype-Getümmel hervorgeht. Und das verschafft ihnen nicht nur eine überaus sichere Position auf dem Markt, sondern lässt sie auch teilhaben an jedem Boom auf dem riesigen Markt der Unterhaltungselektronik.

Einen Anhaltspunkt könnte Ihnen die CES liefern, wenn Sie einmal darauf achten, welche Bauteile bei den neu auf den Markt kommenden Produkten immer wieder auftauchen. Da wäre beispielsweise Nvidia (NVDA) mit deren neuem Prozessor genannt "Tegra 2", der in den neu herauskommenden Tablets von Motorola und Toshiba verbaut werden wird. Nvidia hat sich im vergangenen Jahrzehnt als Branchenführer für elektronische Bauteile wie Videokarten und dergleichen gemausert. Und was Smartphones und Tablets anbelangt, wird einer der nächsten Schwerpunkte sicherlich das Upgrading, also das Nachrüsten ihrer Produkte im Hinblick auf deren Grafikfähigkeit sein.


Fazit

Wie immer sich der Tablet-Boom entwickelt, Halbleiter-Gesellschaften werden in jedem Fall zu den Gewinnern zählen. Und genau da liegt Ihre Chance als Investor.

Gutes Investieren!


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