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Warum Sie sich nicht sorgen sollten, dass Sie die Talsohle verpasst haben

Von: J. Clark - 24.03.2009

Es geht nichts über ein Paar Billionen Dollar, um den Markt höher zu zwicken.

Die Wall Street feierte gestern die Einführung des Geithner Bankenplans, indem der S&P 500 um 7% in die Höhe schoss. Die Aktien eröffneten stark und gewannen im Laufe des Tages sogar mehr Stärke. Tatsächlich war der Dow 300 Punkte gestiegen, als er auf die letzte Stunde zuhielt -, und gewann noch 200 Punkte dazu.

Meine einzige Frage ist, "Wer kauft Aktien in den letzten Minuten des Trading, wenn sie tagsüber bereits um 6% gestiegen sind?" Wozu die Eile? Nach solch einer großen Bewegung, würde es da nicht mehr Sinn machen abzuwarten und zu schauen, wie die Aktien am nächsten Morgen eröffnen, bevor man sich ins Spiel stürzt? Das sind meine Überlegungen dazu.

Aber basierend auf einer Handvoll E-Mails und einigen voicemails von Freunden gestern scheint es, dass die Leute befürchten, sie hätten womöglich die Talsohle verpasst. Die Aktien steigen, und Leute, die vor ein paar Wochen aus einer Panik heraus verkauft haben, versuchen verzweifelt, wieder zurück an Bord zu springen.

Sie sollten nicht verzweifelt sein.

Die Wall Street erfährt eine starke, mittelfristige Markterholung inmitten eines starken Bärenmarkts. Wir wussten, dass das geschehen würde. Aktien waren zu heftig zu lang gefallen, somit war ein scharfer Anstieg [bounce] unvermeidlich. Und Sie waren vorgewarnt.

Obgleich diese mittelfristige Markterholung noch weiter zu laufen hat, verändert sie doch nicht das gesamte, größere bärische Bild - auch nicht annähernd. Hier folgt ein aktualisierter Blick auf unseren Lieblingsleitfaden:



Das ist ein monatliches Chart des S&P 500 gezeichnet gegen seinen 20-monatigen gleitenden Exponentialdurchschnitt. Die Aktien sind in einem Bullenmarkt, wenn der Index über der blauen Linie gehandelt wird. Darunter sind sie in einem Bärenmarkt.

Die Aktien befinden sich in einem langfristigen Bärenmarkt. Nichts von dem, was in den letzten Wochen geschehen ist, ändert das. Obgleich der Bär bereits einen Großteil des Marktwertes geschreddert hat, wird noch mehr Schaden kommen. Tatsächlich erwarte ich, dass der S&P 500 unter 600 gehandelt wird, bevor das Biest bereit ist, seinen Winterschlaf abzuhalten.

Aber Aktien gehen nicht für immer in einer Gerade nach unten. Bärenmärkte entfalten sich normalerweise in drei unterschiedlichen Abwärtsphasen, getrennt durch zwei starke mittelfristige Markterholungen. Der Bärenmarkt von 2001-2003 bietet ein gutes Beispiel dafür.

Der Bärenmarkt, der im November 2007 anfing, hat uns bloß eine starke Abwärtsphase gegeben. Und wir erfahren eben erst die erste starke mittelfristige Markterholung. Falls die Geschichte irgendeine Art Richtschnur ist, dann haben wir ein noch paar weitere Abwärtsphasen auszustehen.

Obwohl sich die Aktien kurzfristig ein bisschen zurückziehen sollten, wenn auch nur, um die kurzfristig überverkauften Gegebenheiten zu erleichtern, sollte diese Markterholung den S&P hochbringen in die Nähe von ungefähr 1.000 oder so. Aber danach sollte der Bär zurückkehren und zu einem weiteren Prankenhieb auf die Aktienkurse ausholen.

Also, falls Sie besorgt sind, weil Sie die Talsohle verpasst haben, lassen Sie's gut sein. Es ist noch nicht soweit.

Gutes Trading!


Unser Buchtipp zu diesem Thema:

Achtung - Bären kreuzen: ...und was wir daraus lernen können


Eine weitere Empfehlung:

Crash: Finanzkrisen gestern und heute


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