
Was für ein Szenario! Auf unserem ganzen Erdball droht das Schreckgespenst der Inflation. Die Steuerzahler werden in die Pflicht gezwungen, um die Banken zu retten mit Billionen Dollars an Stimulus Ausgaben. Und die Preise steigen immer weiter. Wie umgehen mit diesem ungeheuren Druck?
Je größer der Druck, desto stärker auch das Streben nach Sicherheit. Damit lässt sich auf individueller Ebene nur umgehen, indem der Einzelne für sich und seine finanzielle Absicherung eine Lösung findet und eine Entscheidung trifft.
Und somit ventiliert sich der Druck in den nächsten sicheren Hafen. Es gibt wohl kaum ein Investment, das sich dafür so sehr anbietet wie Gold. Und folglich können wir uns schon jetzt auf die nächste große, ‚goldene' Anlagen Bubble gefasst machen.
Die Zentralbanker haben natürlich ihre eigene Sichtweise. Sicherlich wollen sie keine steigenden Goldpreise. Sie wollen Staatsschulden bezahlen, das Finanzsystem abstützen und der Wirtschaft Starthilfe leisten. Wie praktisch ist es da, wenn man mit seinem Zauberstab wedeln und die Druckerpressen in Gang setzen kann, denn frisch geprägte "Fiat-Dollars" scheinen die Ultima Ratio, also der letztmögliche Weg zu sein, um das absolute Desaster zu verhindern.
Aber zu dumm - so einfach funktioniert das nicht. Denn
Elementar für eine entwickelte Marktwirtschaft ist ein funktionierendes Tauschmittel, also Geld, welches den indirekten Austausch von Waren und Dienstleistungen nach dem Muster "Ware gegen Geld, Geld gegen andere Ware" gegenüber einem einfachen Tauschhandel nach dem Muster "Ware gegen andere Ware" erst ermöglicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Marktwirtschaft
Ein Austausch setzt ein gewisses Gleichgewicht voraus. Was aber nun, wenn eine Sintflut von Geld losgelöst wird, die in keinem Verhältnis mehr steht zu dem Angebot an Waren und Dienstleistungen, die für all dieses Geld gekauft werden können.
Die Gleichung "Ware gegen Geld, Geld gegen andere Ware" lässt sich dann nicht mehr aufrechterhalten, denn wir haben dann nur noch Geld, Geld, Geld für - wenig oder nichts. Wir sprechen in solch einem Fall von einem gestörten Gleichgewicht.
In der Folge werden die zusätzlichen Dollars bewirken, dass die Warenpreise steigen. Das gilt besonders für Warenanlagen wie Edelmetalle, Rohöl, Industriemetalle, landwirtschaftliche Waren.
Es werden also mehr Dollars gedruckt, wodurch die Warenpreise steigen, weshalb dann noch mehr Dollars benötigt werden ... Klingt ganz schön abgedreht, od
Es wird einen globalen Run auf Gold geben [also einen großen Ansturm wegen drohender Knappheit (in einer krisenhaften Situation), so die Definition des Duden Fremdwörterbuchs].
Aber dieser Run passiert nicht einfach so. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass jeder Bullenmarkt beim Gold in drei, sich klar voneinander abgrenzenden Phasen mit unterschiedlichen Schwerpunkten abläuft:
Gold setzt sich gegenüber der globalen Hauptwährung durch. Und die derzeit immer noch dominierende globale Währung ist nun einmal der Dollar, mag auch sein Untergang in letzter Zeit noch so häufig verkündet worden sein.
Allerdings bewegt sich der Dollar auf einem sehr schmalen Pfad. Der Greenback kann sich einzig und allein noch aufgrund des verbliebenden Restes an Vertrauen halten, das noch in ihn gesetzt wird. Eine jegliche Erschütterung in dieser verbleibenden Zuversicht wird ihn von einer Weltwährung degradieren zu Fetzen Papier mit Tinte.
Gold war von April 2001 bis vor ein paar Jahren auf Nebenmärkten sozusagen ins Abseits gedrängt und die Nachfrage blieb niedrig. Doch das hat sich inzwischen merklich verändert.
Das Gold löst sich immer mehr von der dominierenden Währung und gewinnt zunehmend an Beliebtheit, was an der steigenden Investmentnachfrage abzulesen ist. Der Wendepunkt war Mitte 2005 erreicht.
Gold rückt im In- und Ausland immer mehr in den Blickpunkt und sein Wert bei der Bewahrung des Vermögens findet bei den Investoren zunehmend Beachtung. Somit steigt auch sein Anteil bei den Portfolio Zuteilungen, nicht nur bei den erfahrenen Privatanlegern, sondern auch bei institutionellen Anlegern.
So war im März 2008 ein neues Rekordhoch zu beobachten. Mit Einsetzen der Phase Zwei ist ein beachtlicher Anstieg bei der Nachfrage nach physischen Goldbarren zu verzeichnen gewesen, die dann im Zuge der Börsenpanik im Herbst 2008 fast vertikal in die Höhe schoss.
Die nordamerikanischen und europäischen Käufe von Goldmünzen und Goldbarren im vierten Quartal 2008 lagen dann sage und schreibe 811% über den Zahlen derselben Periode des Vorjahres.
Das World Gold Council verzeichnet beim globalen Einzelverkauf einen 400%-igen Anstieg für dieselbe Periode.
Gold ist jetzt nicht mehr nur beschränkt auf Fachkreise, sondern dringt immer mehr ins Bewusstsein der Allgemeinheit, bis der Punkt erreicht ist, wo praktisch jeder es besitzen will.
Und an diesem Punkt fängt die Bubble an sich zu entwickeln.
Wir hatten bereits Ende der 1990er Jahre mit den "Dotcom" Aktien und Ende 2007 mit den US-Aktien (als der Dow Jones Industrial Average über 14.000 hochschnellte) Gelegenheit, mit Bubbles Erfahrungen zu sammeln.
Sobald die Manie einsetzt, gibt es eine Preisspirale, die eine Eigendynamik entwickelt und sich höher und höher schraubt, bis sich das Gebilde zu einer gewaltigen Bubble entwickelt hat, die dann an irgendeinem Punkt platzen wird.
An dieser Stelle lassen wir drei Experten zu Wort kommen:
Jim Rogers, prominenter Hedgefondsmanager und Schriftsteller, ließ verlauten: "Wir werden eine Währungskrise haben, wahrscheinlich in diesem Herbst oder im Herbst 2010. Es hat sich seit langem entwickelt. Wir haben eine riesige Markterholung im Dollar gehabt, eine künstliche Erholung beim Dollar, folglich ist es Zeit für eine Währungskrise." (Phase Eins: Abwertung der Währung).
Marc Faber, ein weiterer bekannter Wirtschaftsjournalist, verkündete in einem Interview mit Bloomberg TV, er sei zu 100% überzeugt, dass die Vereinigten Staaten in eine Hyperinflation eintreten werden. (Phase Zwei: Investmentnachfrage).
Richard Russell, Herausgeber der Dow Theory Letters, vertritt die Auffassung, dass wir bereits in die Anfänge der Phase Drei eingetreten sind: "Meiner Überzeugung nach nähern wir uns dem Beginn der dritten spekulativen Phase des großen Goldhaussemarkts … " (Phase Drei: manischer Kaufrausch, der in einer Bubble gipfelt).
Und Russell steht mit seiner Einschätzung der Situation nicht allein.
Unterstützt wird diese Entwicklung durch die Tatsache, dass es sich bei Gold derzeit noch um einen relativ kleinen Markt handelt verglichen mit Aktien, Obligationen und Währungen. Demzufolge ist noch ein gewaltiges Potential an künftigen Goldinvestoren vorhanden, das noch nicht annähernd ausgeschöpft ist. Dieses Potential findet noch Verstärkung in all den Investoren, die sich angesichts der Finanzkrise und des panischen Ausverkauf des letzten Jahres an den Spielfeldrand zurückgezogen und entschieden haben, ihr Cash erst einmal zurückzuhalten. Sie sehen also, es gibt noch genügend Spielraum, in dem die Bubble blühen und gedeihen kann, bis sie dann irgendwann ihr volles Volumen erreicht hat.
Es steht zu erwarten, dass die Entwicklung beim Gold, die sich jetzt schon abzeichnet, in Zukunft Ausmaße annehmen wird, die die Bubbles der Vergangenheit weit in den Schatten stellen wird.
Wirklich gewinnen können Sie allerdings nur, wenn Sie frühzeitig auf den Zug aufspringen, und zwar gleich an der Stelle, wo er losfährt: bei den Goldbergwerken, in denen Gold exploriert und gefördert wird.
Gutes Investieren!

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