Wertpapier


Synonyme: Geldmarktpapier, Handelspapier
Kurzform:
engl.: security, commercial paper - CP


Definition 1:

Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die ein privates Recht, beispielsweise eine Forderung oder eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, verbrieft. Um das Recht geltend zu machen, ist zumindest der Besitz der Urkunde notwendig. Eine Urkunde dient der Sichtbarmachung und als Nachweis eines Rechtes. Vor allem in der Übertragbarkeit liegt der Charakter des Wertpapiers. Ohne eine Urkunde kann das darin verbriefte Recht nicht geltend gemacht werden.

Ein Wertpapier besteht i. d. R. effektiv aus

  • dem Mantel: Das ist die Urkunde selbst. Sie verbrieft das Gläubiger- oder Teilhaberrecht.
  • dem Bogen: Das ist ein in mehrere gleichartige und nummerierte Abschnitte aufgeteiltes Papier. Die einzelnen Abschnitte werden Kupon genannt. Gegen die Abgabe eines Kupons bei einer Zahlstelle können Rechte aus der Urkunde geltend gemacht werden. Dies betrifft insbesondere Gewinnausschüttungen bzw. Zinszahlungen, aber auch Wandlungen, Bezug neuer Aktien o. Ä.. Die Kupons verbriefen somit in erster Linie das Ertragsrecht.
  • dem Erneuerungsschein: Gegen Abgabe des Erneuerungsscheines bei einer Zahlstelle erhält der Inhaber einen neuen Bogen (wenn beispielsweise die Koupons des alten Bogens verbraucht sind). Häufig ist der Erneuerungsschein aber als besonderer Abschnitt im Bogen enthalten...


http://de.wikipedia.org/wiki/Wertpapier


Definition 2:

Wertpapiere ist eine Sammelbezeichnung für Urkunden, die ein Vermögensrecht verbriefen. Zu Wertpapieren, auch Effekten genannt, zählt man in erster Linie Aktien, Renten, Fonds und Optionsscheine.

FOCUS MONEY Börsenlexikon, © 2001 verlag moderne industrie


Definition 3:

Ein ungesichertes Instrument der kurzfristigen Verschuldung, das von einer Aktiengesellschaft herausgegeben wird, normalerweise für die Finanzierung von Forderungen, Warenbeständen und zur Erfüllung kurzfristiger Verbindlichkeiten. Die Verfallzeiten bei einem Wertpapier erstrecken sich selten länger als 270 Tage. Die Schuld wird gewöhnlich herabgesetzt ausgegeben, wobei die vorherrschenden Marktzinssätze reflektiert werden.

Wertpapiere werden für gewöhnlich nicht durch eine Form zusätzlicher Sicherheit gestützt, folglich werden nur Unternehmen mit hochwertigen Schulden Ratings leicht Käufer finden, ohne einen erheblichen Preisnachlass (höhere Kosten) für die Schuldemission anbieten zu müssen.

Ein bedeutender Vorteil des Wertpapieres ist, dass es nicht bei der Securities and Exchange Commission (SEC; Börsenaufsichtsbehörde) zugelassen zu werden braucht, so lange es vor Ablauf von neun Monaten (270 Tage) fällig wird, was es zu einem sehr rentablen Mittel der Finanzierung macht. Der Erlös aus dieser Art der Finanzierung kann nur für Umlaufvermögen (Warenbestände) verwendet werden, und es ist nicht erlaubt, sie auf feste Anlagen zu verwenden, wie ein neues Werk, ohne Beteiligung durch die SEC.

Übers. von http://www.investopedia.com/terms/c/commercialpaper.asp


Definition 4:

Geldmarktpapiere (auch Liquiditätstitel) sind ein Bereich des Geldmarktes. Bei Geldmarktpapieren erfolgt die Beschaffung kurzfristiger Gelder über die Emission (Ausgabe) spezieller Wertpapiere, in aller Regel abgezinste Schuldverschreibungen. Der Verkaufspreis errechnet sich aus dem Nominalwert abzüglich der für die Laufzeit insgesamt anfallenden Zinsen.

Damit ist der Kaufpreis folgendermaßen zu errechnen:

Kaufpreis =

(Nominalwert x Zinssatz in % p.a. x Laufzeit tatsächliche Tage)
-------------------------------------------------------------------
(360 Tage x 100)

...

http://de.wikipedia.org/wiki/Commercial_Paper


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