Volatilität


Synonyme: Flüchtigkeit
Kurzform:
engl.: volatility


Definition 1:

[lat. volare fliegen]

Ein statistisches Maß für die Streuung von Erträgen für ein gegebenes Wertpapier oder den Marktindex. Volatilität kann gemessen werden, indem entweder die Standardabweichung verwendet wird oder die Abweichung zwischen Gewinnen von diesem selben Wertpapier oder Marktindex. Allgemein, je höher die Volatilität, desto riskanter das Wertpapier.

Mit anderen Worten: Volatilität bezieht sich auf die Menge an Ungewissheit oder das Risiko hinsichtlich der Größe der Veränderungen im Wert eines Wertpapiers. Eine höhere Volatilität bedeutet, dass der Wert eines Wertpapiers potenziell über einen größeren Wertbereich ausgedehnt werden kann. Das bedeutet, dass sich der Preis des Wertpapiers für kurze Zeit in jeder Richtung drastisch ändern kann. Wohingegen eine niedrigere Volatilität bedeuten würde, dass der Wert eines Wertpapiers nicht drastisch schwankt, sich aber eine Zeit lang mit konstanter Geschwindigkeit im Wert ändert.

Übers. von http://www.investopedia.com/terms/v/volatility.asp


Definition 2:

Eine Variable bei den Optionspreis-Formeln, die das Ausmaß zeigt, in dem der Gewinn des Basiswertes zwischen jetzt und dem Ablauf der Option schwanken wird. Volatilität - ausgedrückt wie ein Prozentsatz-Koeffizient innerhalb von Optionspreis-Formeln - entsteht aus täglichen Trading Aktivitäten. Die Art und Weise, wie die Volatilität gemessen wird, wird den Wert des verwendeten Koeffizienten beeinflussen.

Ein Maß für die relative Volatilität einer bestimmten Aktie zum Markt ist ihr Beta. Ein Beta entspricht ungefähr der gesamten Volatilität der Gewinne des Wertpapiers gegen die Gewinne einer relevanten Benchmark (für gewöhnlich wird der S&P verwendet). Zum Beispiel hat sich eine Aktie mit einem Beta-Wert von 1,1 historisch 110% bewegt für jede 100% Bewegung in der Benchmark, basierend auf dem Preisniveau. Umgekehrt hat sich eine Aktie mit einem Beta von 0,9 historisch 90% bewegt für jede 100% Bewegung im zugrundeliegenden Index.

Übers. von http://www.investopedia.com/terms/v/volatility.asp


Definition 3:

Als Volatilität wird die Schwankung eines Kurses, zum Beispiel eines Aktienkurses, bezeichnet. Angaben zur Volatilität eines Wertpapiers finden Sie in den Anlegerzeitschriften. Ein interessantes Maß für die Volatilität des DAX ist der VDAX.

Ob eine Aktie eine hohe oder eine geringe Volatilität aufweist, hat für die Festlegung Ihrer Kauf- und Verkaufslimits und vor allem für den Handel mit Optionen und Optionsscheinen eine große Bedeutung. Je höher die Volatilität eines Wertpapiers ist, desto größer ist die Spanne zwischen Geldkurs und Briefkurs und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sein Kurs die Schwelle zur Gewinnzone überschreiten wird. Deshalb sind Optionen und Optionsscheine zu Aktien mit hohen Volatilitäten teurer als jene zu Aktien mit geringeren Volatilitäten.

Börsenlexikon, © 2000 Campus Verlag


Definition 4:

Maß für die Preis- beziehungsweise Kursschwankungen bestimmter Basiswerte (z.B. Aktien, Anleihen, Devisen, Rohstoffe, Zinssätze, Aktienindizes) oder auch ganzer Börsenmärkte. Die Volatilität einer Aktie misst die relative tägliche Kursänderung im Verhältnis zur durchschnittlichen Veränderung des Kurses derselben Aktie in einem bestimmten Zeitraum (meist 30 oder 250 Tage). Mathematisch ist die Volatilität die auf ein Jahr bezogene Standardabweichung der relativen täglichen Kursänderungen (Kursvolatilität). Je größer die Kursschwankungen sind, umso größer ist auch die Volatilität der Aktie und damit das mit dem Papier verbundene Risiko.

© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim, 2007


Definition 5:

Es handelt sich bei Volatilität um eine mathematische Größe (hier: Standardabweichung) für das Maß des Risikos einer Kapitalanlage, also auch eines Investmentfonds. Z.B. wird ein Durchschnittswert für die Entwicklung des Fonds in einem Monat gebildet. Als Standard werden die Schwankungen dieses Werts gemessen, die beschreiben wie weit sich der Fonds in einem Monat von diesem Durchschnittswert entfernt hat.

Die errechnete Schwankungsbreite um den Mittelwert ist die Volatilität. Je größer diese Schwankungsbreite ist, desto volatiler und damit risikoreicher ist ein Fonds. Volatilität stellt somit eine der Kennziffern für die Risikoeinschätzung eines Investmentfonds dar.

Pauschal gesagt: Anleger, die einen besonders volatilitätsarmen Fonds suchen, werden auf Geldmarktfonds zurückgreifen müssen, diese verfügen über nahezu keine Volatilität, weisen somit ein sehr geringes Risiko auf - bei vergleichsweise geringem Wertzuwachs.

http://www.fondsvermittlung24.de/volatilitaet.html


Definition 6:

Ist das Maß für die relative Schwankungsbreite und damit für das Kursrisiko eines Wertpapiers innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Handbuch für Value Investoren, FID Verlag 2006


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