engl. stop-loss-order
Definition 1:
Verkaufsauftrag, der "bestens" oder "at the market" ausgeführt wird, sobald der Kurs das vom Investor gesetzte Limit erreicht. Die Stopp-loss-Order dient der Verlustbegrenzung oder aber der teilweisen Sicherung aufgelaufener Buchgewinne. Mit Erteilung einer Stopp-loss-Order hat der Auftraggeber aber keine Garantie, dass der Verkauf zum angegebenen Stopkurs erfolgt. Beispiel: Eine Aktie notiert bei 37 US$, ein Anleger hat eine Stopp-loss-Order bei 35 US$ im Markt. Erreicht die Aktie nunmehr exakt die 35,00 US$-Marke, wird die Aktie umge-hend "at the market" verkauft. Da es sich um eine "Bestens"-Order handelt, ist es nun völlig offen, zu welchem Kurs die Verkaufsorder zum Zuge kommt. Es kann sein, dass die Aktie exakt zu 35 US$ verkauft wird, es ist aber ebenso denkbar, dass der Auftrag zu 33,50 US$ abgewickelt wird.Definition 2:
Als Stop-Loss-Order wird ein Auftrag zum Verkauf von Wertpapieren bezeichnet, der bestens (zu jedem Preis) ausgeführt wird, sobald der Kurs das vom Anleger gesetzte Limit unterschritten hat. Mit einem solchen Auftrag können Sie sich gegen einen unvorhersehbaren Verlust schützen, etwa aufgrund eines plötzlichen kursbeeinflussenden Ereignisses. Geben Sie zum Beispiel ein Limit von 55 Euro vor, und fällt der Kurs auf oder unter 55 Euro, werden Ihre Wertpapiere sofort verkauft. Das kann auch bedeuten, dass der tatsächliche Verkaufskurs weit unterhalb von 55 Euro liegt. Das tritt ab und zu ein, wenn viele Anleger vor allem aufgrund der technischen Analyse in den Charts einen Stop-Loss-Kurs "gefunden" haben, der ein klares Verkaufssignal gibt. Trotz dieser Gefahr begrenzen Sie mit StopLoss-Ordern oft die größten Verluste bei einem Crash. Beachten Sie, ob Ihre Bank Gebühren für die Order-Erteilung nimmt und vor allem, wie lange die Stop-Loss-Order im System bleibt. Möchten Sie zum Beispiel eine Aktie, deren Kurs stark steigt, gegen plötzliche Rückschläge absichern, müssen Sie Ihre Stop-Loss-Order ständig erhöhen. Andernfalls könnte der Kurs der Aktien sehr tief fallen, bis Ihre ursprüngliche Stop-Loss-Order erreicht ist. Das Gegenstück zur Stop-Loss-Order ist die Stop-Buy-Order, ein Kaufauftrag, der billigst (zu jedem Preis) ausgeführt wird, sobald der Kurs das vom Anleger gesetzte Limit überschreitet. ...Die Inhalte in InvestorWissen24.de dienen ausschließlich Ihrer Information und Anregung. Die bereitgestellten Informationen stellen insofern keine Empfehlungen oder Bewertungen für Ihre persönliche Finanzsituation dar. Sie sind auch nicht dazu gedacht, professionelle Beratungen durch im Börsen- und Finanzwesen tätige Experten zu ersetzen. Bei allen individuellen Fragen und Entscheidungen rund um Ihre Finanzen sollten Sie auf jeden Fall einen Experten hinzuziehen
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