Inflation


Synonyme:
Kurzform:
engl.: inflation


Definition 1:

Die Geschwindigkeit, mit der das allgemeine Preisniveau für Waren und Dienstleistungen steigt und daraufhin die Kaufkraft fällt.

Sowie die Inflation ansteigt, wird für jeden Dollar einen geringeren Prozentsatz an Waren zu kaufen sein. Wenn die Inflationsrate beispielsweise 2% beträgt, dann wird ein Päckchen Kaugummi für 1 $ in einem Jahr 1,02 $ kosten.

Die Zentralbanken der meisten Länder werden versuchen, eine Inflationsrate von 2-3 % aufrecht zu erhalten.

Übers. von http://www.investopedia.com/terms/i/inflation.asp


Definition 2:

Sind anhaltende Preissteigerungen zu verzeichnen bzw. schwindet die Kaufkraft des Geldes, spricht man von einer inflationären Entwicklung.

Das Gegenteil von der Inflation ist die Deflation.

Handbuch für Value Investoren, FID Verlag 2006


Definition 3:

Bei einer Inflation oder Geldentwertung wächst im Gegensatz zu einer Deflation die Geldmenge stärker als das Waren- und Dienstleistungsangebot. Dadurch muss zumindest für die meisten Waren und Dienstleistungen immer mehr Geld bezahlt werden. Eine geringe Inflation, wie sie etwa in Deutschland seit 1949 in der Regel vorherrscht, ist nicht weiter beunruhigend.

Von einer Inflation im engeren Sinne spricht man, wenn die Geldmenge sehr schnell steigt und die Währung immer schneller an Wert verliert. In Deutschland ist aufgrund der Erfahrungen aus der Weltwirtschaftskrise der zwanziger Jahre eine strenge Stabilitätspolitik, die die Inflation in Grenzen hält, vorgeschrieben. Diese Aufgabe hat am 1.1.1999 die Europäische Zentralbank für die Staaten des Euro-Raumes übernommen.

In Zeiten hoher Inflation kann es sinnvoll sein, Sachwerte wie Immobilien auf Kredit zu kaufen. Durch die Geldentwertung wird das Geld immer weniger wert, hingegen steigt der Wert der Sachwerte. Bei der Umsetzung dieser theoretischen Erkenntnis haben sich allerdings schon viele verspekuliert. So wurden Immobilien gekauft, die trotz einer relativ hohen Inflationsrate nur schwer wieder zu verkaufen waren.

Börsenlexikon, © 2000 Campus Verlag


Definition 4:

Inflation wird definiert als anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Dies beinhaltet einen anhaltenden Rückgang der Kaufkraft. Relevant hierbei ist nicht die Erhöhung einzelner Güterpreise, da der Preisanstieg innerhalb verschiedener Warengruppen unterschiedlich verläuft. Vielmehr ist als Grundlage der Berechnung des allgemeinen Anstieges der Preise, also der Durchschnitt der Preise aller Güter und Dienstleistungen innerhalb einer Wirtschaftszone, zu nehmen. Folgen der Inflation sind infolge des Rückganges der Kaufkraft in der Regel ein ansteigen der Lohn- und Pensionszahlungen. Hierdurch kann eine inflationäre Spirale ausgelöst werden. Es gibt mehrere Ausprägungsformen der Inflation. Unterschieden werden die schleichende, die trabende und die galoppierende Inflation, wobei es aber keine einheitliche definierten Grenzen zwischen diesen Ausprägungen gibt...

http://www.grin.com/e-book/31299/rechnungslegung-in-hochinflationslaendern


Definition 5:

Unter Anwendung der klassischen Definition des Begriffs "Inflation" als steigende Geld- und Kreditmengen sind die vergangenen Jahre weltweit durch hohe staatlich verordnete Inflation geprägt, also starkes Geld- und Kreditmengenwachstum. Im Unterschied zu den inflationären 70er-Jahren führte diese Inflation aber nicht zu deutlich steigenden Preisen in den amtlich berechneten Warenkörben. Deshalb konnten moderne Politiker und ihre keynesianisch geprägten Ökonomen ständig von niedrigen Inflationsraten schwadronieren, obwohl die Geld- und Kreditmengenausweitung weit über dem Wirtschaftswachstum lag.

Die Preissteigerungen bei Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien oder Kunstgegenständen werden in den Warenkörben einfach nicht berücksichtigt. Und siehe da, schon scheint es keine Inflation zu geben. Dennoch sind die Geld- und Kreditmengensteigerungen natürlich genauso Realität wie die durch sie hervorgerufenen Preissteigerungen von Vermögenswerten - auch wenn Politiker und Keynesianer sie ignorieren. Und diese Preissteigerungen sorgen dafür, dass die relativ kleine Gruppe der Besitzer von Vermögenswerten immer reicher wird, während die Bezieher fixer Einkommen wie Rentner und Niedrigverdiener zu relativen Verlierern dieser Politik werden.

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© 2009 WILEY-VCH Verlag


Definition 6:

Heutzutage werden die Begriffe "Deflation" und "Inflation" zumeist als Rückgang bzw. Anstieg eines über einen Warenkorb gemessenen Preisniveaus definiert. Das inhaltliche Problem dieser formal korrekten Definition liegt auf der Hand: Hier wird lediglich ein Symptom beschrieben, nämlich Preisveränderungen eines beliebig manipulierbaren Warenkorbs. Die Ursache dieser Preisveränderungen bleibt - bewusst - im Dunkeln. Und die Zusammensetzung des Warenkorbs sowie die Messmethoden der Preisveränderungen lassen extrem große Spielräume, um gegebenenfalls ein wunschgemäßes Ergebnis zu erhalten.

Die klassische Definition der Begriffe, die früher allgemein akzeptiert wurde, heute aber weitgehend in Vergessenheit geraten ist, setzt bei der Ursache an. Sie lautet: Deflation (Inflation) ist ein Rückgang (Anstieg) der Geld- und Kreditmenge.

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Definition 7:

Inflationen fallen nicht vom Himmel, Inflationen passieren nicht einfach. Inflationen sind immer das Ergebnis ganz bewusster politischer Entscheidungen. Deshalb besteht prinzipiell immer die Alternative, eine Inflation zu beenden. Da der Weg des geringsten Widerstands aber darin besteht, weiter zu inflationieren, entscheiden sich die Politiker fast immer für diesen Weg.

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