Synonyme:
Kurzform:
engl.: inflation targeting
Definition 1:
Geschichte des Inflation Targetings
Seit Anfang der 90er Jahre haben eine Reihe von Notenbanken die Strategie des Inflation Targetings implementiert.
Beispiel:
- Neuseeland (vorher Geldmengensteuerung)
- Grossbritanien (vorher EWS -> Wechselkurssteuerung)
- Prinzipiell handelte es sich damals beim Inflation
Targeting um einen pragmatischen atheoretischen Ansatz. Somit steht Inflation Targeting im klaren Widerspruch zur Geldmengensteuerung, die explizit auf der Quantitätstheorie aufbaut. Inflation Targeting ist ein Rahmen für die Geldpolitik, der sich durch die Veröffentlichung quantitativer Zielwerte (oder Zielzonen) sowie durch die explizite Anerkennung einer niedrigen, stabilen Inflationsrate als das vorrangige Ziel der Geldpolitik auszeichnet. Zu den wichtigen Eigenschaften des Inflation Targeting gehören nachdrückliche Bemühungen, mit der Öffentlichkeit über Pläne und Ziele der Geldpolitik zu kommunizieren, sowie in vielen Fällen Mechanismen, die die Rechenschaftslegung der Zentralbank hinsichtlich der Verfolgung dieser Ziele stärken.“ (Bernanke, 1999)
„Inflation Targeting ist in erster Linie durch ein numerisches Inflationsziel charakterisiert. Dieses Inflationsziel wird mittelfristig angestrebt, wobei darauf Rücksicht genommen wird, dass es nicht zu realen Instabilitäten, z.B. bei der Produktionslücke, kommt. Bei Inflation Targeting handelt es sich also eher um ein „flexibles“ als um ein „strenges“ Konzept. Zweitens stellt sich der Entscheidungsrahmen angesichts der unvermeidbaren Zeitverzögerungen bei der Wirkung der geldpolitischen Instrumente auf die Inflation in der Praxis als „Inflation-forecast Targeting“ dar. […] Drittens ist die Kommunikation sehr explizit und präzise. Geldpolitische Entscheidungen werden stets im Hinblick auf veröffentlichte Prognosen zur Inflation und zur Produktion(-slücke) begründet.“
(Svensson, 2000)
http://www.vwl.uni-wuerzburg.de/fileadmin/12010100/Studium/Downloads/Geldpolitik_II/geld2_5.pdf
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