Geldschöpfung


Synonyme:
Kurzform:
engl.: money creation, cash generation


Definition 1:

Der zur Ausweitung der Geldmenge führende Prozess der Gewährung von Krediten sowie der Bildung von Sicht- und sonstigen zur Geldmenge zählenden Einlagen. Die Geldschöpfung der Notenbank ist mit geldpolitischen Zielen verknüpft und erfolgt durch Ankauf von Aktiva der Geschäftsbanken (z. B. von Devisen oder Wertpapieren) und die Einräumung von Sichtguthaben, die im Verrechnungsverkehr zwischen Banken genutzt oder als Bargeld abgehoben werden können. Geschäftsbanken schaffen Geld, indem sie z. B. Termin- und Spareinlagen in Sichteinlagen umwandeln, von Nichtbanken Gold, Devisen, Wechsel, Wertpapiere erwerben und ihnen den Gegenwert als Einlage gutschreiben sowie Nichtbanken Kredite gewähren und in deren Höhe Einlagen einräumen (Kreditschöpfung). Den Nichtbanken fließen dadurch Finanzmittel zu, die von ihnen grundsätzlich auf Bankkonten gehalten werden, v. a. als Sichteinlagen (Buchgeld) auf Girokonten (daher auch Buchgeldschöpfung und Giralgeldschöpfung)...

© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2007


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