Geldmarktfonds

 

Synonyme: Money Market Fonds
Kurzform:
engl.: money market fund

 

Definition 1:

Ein Investmentfonds, der das Ziel hat, Zinsen für Aktionäre zu verdienen, indem er einen Nettovermögenswert von 1 $ je Aktie aufrechterhält. Investmentfonds, Broker-Firmen und Banken bieten diese Fonds an. Wertpapierbestände beinhalten kurzfristige (weniger als ein Jahr) Wertpapiere, die hochwertige, flüssige Schuld- und Geldinstrumente repräsentieren.

Der Zweck eines Geldmarktfonds ist es, Kapitalanlegern einen sicheren Ort zu bieten, wo sie leicht zugängliches Barwert-Vermögen investieren können, charakterisiert als niedriges Risiko-, niedriger Ertrag-Investitionen. Wegen ihrer relativ niedrigen Gewinne sollten Investoren, wie diejenigen, die an vom Arbeitgeber gesponserten Pensionsplänen teilnehmen, keine Geldmarktfonds als Option für langfristige Investitionen verwenden.

Übers. von http://www.investopedia.com/terms/m/money-marketfund.asp

 

Definition 2:

In den USA gehandelte Geldmarktfonds, die ausschließlich in kurzfristige Geldmarktinstrumente investieren. Anlagen in Money Market Funds bzw. Geldmarktfonds bieten die Möglichkeit der optimalen Verwaltung von Barmitteln, da diese nicht zinslos auf Girokonten geparkt werden müssen, sondern zu Geldmarktkonditionen angelegt werden können. Da sie täglich verfügbar sind, können sie der verfügbaren Liquidität zugeordnet werden.

Handbuch für Value Investoren, FID Verlag 2006

 

Definition 3:

Fonds, die ausschließlich in kurzfristige Geldmarkttitel investieren. Der Anleger hat die Möglichkeit, seine Liquidität in Geldmarktfonds zu parken mit dem Ziel der Zinserwirtschaftung. Da Geldmarktfonds täglich verfügbar sind, handelt es sich um frei verfügbare Liquidität.

Handbuch für Value Investoren, FID Verlag 2006

 

Definition 4:

Geldmarktfonds gehören zur großen Gruppe der Investmentfonds und investieren ausschließlich oder überwiegend in Geldmarkttitel und liquiden Papieren mit sehr kurzen Laufzeiten. Zu den Geldmarktinstrumenten, in die Geldmarktfonds investieren, zählen neben Termingeldern und Schuldscheindarlehen auch Bankguthaben und Anleihen mit kurzer Laufzeit. Geldmarktfonds sind für private Anleger der einzige Weg, um an Zinspapiere mit einer Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten sowie an andere Geldmarkttitel zu gelangen. Anleger, die Gelder kurzfristig parken wollen (zum Beispiel zur Überbrückung zweier Investments) bekommen durch die Anlage in einem Geldmarktfonds höhere Zinsen als bei der Anlage in Festgeld oder auf dem Sparbuch und haben hierbei den Vorteil, dass die Investmentgesellschaften beim Kauf eines Geldmarktfonds in der Regel keine Gebühren verlangen.

Das heißt: Auch bei Anlagezeiträumen von ein bis zwei Monaten fressen keine Ausgabeaufschläge die erzielten Gewinne auf. Darüber hinaus sind Geldmarktfonds auch deswegen günstig, weil Fondsanteile jederzeit und in jeder beliebigen Menge zurückgegeben werden können.

Die Renditen liegen ebenfalls zwischen 3 und 5 Prozent. Im Prinzip verbinden Sie hier die Flexibilität eines Girokontos mit

den höheren Zinsen von Festgeld. Achten Sie darauf, dass Sie einen Fonds ohne Ausgabeaufschlag oder Verwaltungsgebühr wählen und wegen des Währungsrisikos sind im Augenblick nur Euro-Geldmarktfonds empfehlenswert.

Privatfinanz-Letter vom 25.03.2008

 

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