Diversifikation, Diversifizierung


Synonyme:
Kurzform:
engl.: diversification


Definition 1:

Eine Risikomanagement-Technik, die ein großes Angebot an Investitionen innerhalb eines Portfolios mischt. Das Grundprinzip hinter dieser Technik behauptet, dass ein Portfolio mit unterschiedlichen Arten von Investitionen durchschnittlich höhere Erträge bringen und ein niedrigeres Risiko bieten wird als jede individuelle, innerhalb des Portfolios gefundene Investition. Diversifikation strebt danach, unsystematische Gefahrenereignisse in einem Portfolio wegzuräumen, so dass die positive Performance einiger Investitionen die negative Performance anderer neutralisieren wird. Deshalb werden die Vorteile der Diversifikation nur dann gelten, wenn die Wertpapiere in dem Portfolio nicht in vollkommener Wechselbeziehung miteinander stehen.

Studien und mathematische Modelle haben gezeigt, dass das Beibehalten eines gut diversifizierten Portfolios von 25 bis 30 Aktien das rentabelste Maß an Risikominderung bringen wird. Das Investieren in mehr Wertpapiere wird noch weitere Vorteile der Diversifikation bringen, obgleich zu einer drastisch geringeren Rate.

Weitere Vorteile der Diversifikation können erzielt werden, indem man in ausländische Wertpapiere investiert, weil sie dazu neigen, in geringerer Wechselbeziehung zu inländischen Investitionen zu stehen. Zum Beispiel beeinflusst ein Konjunkturabschwung in der US-amerikanischen Wirtschaft vielleicht nicht in gleicher Weise Japans Wirtschaft. Japanische Investitionen zu haben, würde es deshalb einem Investor erlauben, ein kleines Schutzpolster gegen Verluste wegen eines amerikanischen Konjunkturabschwungs zu haben.

Die meisten nichtinstitutionellen Anleger haben ein beschränktes Investitionsbudget und mögen es schwierig finden, ein adäquat diversifiziertes Portfolio zu schaffen. Diese Tatsache allein kann erklären, warum Investmentfonds an Beliebtheit gewonnen haben. Der Kauf von Aktien in einem Investmentfonds kann Investoren eine preisgünstige Quelle der Diversifikation liefern.

Übers. von http://www.investopedia.com/terms/d/diversification.asp


Definition 2:

Streuung des Anlagekapitals auf verschiedene Investments zur Verringerung des Risikos.

Verluste sollen auf diese Weise vermieden werden. Bei einer sinnvollen Streuung wirkt sich ein hoher Wertverlust eines Einzelinvestments nur noch relativ gering auf den Gesamterfolg aus. Für Value-lnvestoren ein unverzichtbarer Bestandteil im Rahmen einer verantwortungsvollen Investmentstrategie.

Handbuch für Value Investoren, FID Verlag 200


Anmerkung:

Auf der Invest in Stuttgart am vergangenen Wochenende rieten einige Berater den Investoren dazu bis zu 70% des Kapitals in Edelmetallen anzulegen. Davon kann ich nur abraten. Auf diese Art und Weise bindet man sein Kapital viel zu stark an eine Anlageklasse. Werte zwischen 10 und 15% sind da schon realistischer. Zwischenzeitlich kann man den Anteil auch erhöhen, in dem noch Minenaktien mit ins Depot kommen. Doch mehr als 25% sollte im Depot nicht an den Edelmetallen hängen.

Privatfinanz-Letter v. 24.03.2011
© GeVestor Financial Publishing Group


Haftungsausschluss:

Die Inhalte in InvestorWissen24.de dienen ausschließlich Ihrer Information und Anregung. Die bereitgestellten Informationen stellen insofern keine Empfehlungen oder Bewertungen für Ihre persönliche Finanzsituation dar. Sie sind auch nicht dazu gedacht, professionelle Beratungen durch im Börsen- und Finanzwesen tätige Experten zu ersetzen. Bei allen individuellen Fragen und Entscheidungen rund um Ihre Finanzen sollten Sie auf jeden Fall einen Experten hinzuziehen

Wir sind bemüht, Informationen so aktuell und umfassend wie möglich zu recherchieren und zu präsentieren; eine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität können wir jedoch nicht übernehmen.

Wir übernehmen keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.


Bookmark and Share
Weitere ThemenRSS-News-Feed abonnieren