Synonyme: Barmittelstrom, Kapitalfluss, Liquiditätszufluss
Kurzform:
engl.: cash flow
Definition 1:
Der Strom von Einnahmen oder Ausgaben, der ein Kassenkonto im Laufe einer gegebenen Periode verändert. Einnahmenströme entstehen gewöhnlich aus einer von drei Aktivitäten - Finanzierung, Operationen oder Investierung - obwohl dies im Fall von persönlichen Finanzen auch infolge von Spenden oder Geschenken vorkommt. Kassenmäßige Abflüsse ergeben sich aus Ausgaben oder Investitionen. Dies gilt sowohl für die geschäftlichen als auch für die privaten Finanzen.
Bei den geschäftlichen wie auch bei den persönlichen Finanzen sind Cashflows notwendig für die Zahlungsfähigkeit. Sie können als eine Aufzeichnung von etwas präsentiert werden, was in der Vergangenheit geschehen ist, wie der Verkauf eines besonderen Produktes, oder was für die Zukunft vorausgesagt wird und somit repräsentiert, was ein Geschäft oder eine Person einzunehmen und auszugeben erwartet. Der Cashflow ist für das Überleben einer Entität entscheidend. Einen großen Kassenbestand zu haben, wird sicherstellen, dass Gläubiger, Angestellte und andere rechtzeitig bezahlt werden können. Wenn Geschäfte oder Personen nicht genug Bargeld haben, um ihren Operationen zu unterstützen, sind sie, wie man sagt, zahlungsunfähig und ein wahrscheinlicher Kandidat für den Bankrott, sollte die Zahlungsunfähigkeit anhalten.
Übers. von http://investopedia.com/terms/c/cashflow.asp
Definition 2:
Eine Aufstellung im Rechnungswesen mit der Bezeichnung "Kapitalfluss-Bericht", welche den von einer Gesellschaft erzeugten und verwendeten Bargeldbetrag in einer gegebenen Periode zeigt. Er wird berechnet, indem Aufschläge für Nicht-Barzahlung (wie Wertverlust) zum Nettoeinkommen nach Steuern hinzugefügt werden. Cashflow kann einem spezifischen Projekt zugeordnet werden oder einem Geschäft als Ganzes. Der Cashflow kann als Indikator für die Bonität einer Gesellschaft verwendet werden.
Der Bericht über den Cashflow eines Geschäfts wird häufig von Analysten verwendet, um die finanzielle Performance zu messen. Gesellschaften mit einem großen Kassenbestand sind im Stande, das Bargeld erneut in ihr Geschäft zu investieren, um mehr Bargeld und Gewinn zu erzeugen.
Übers. von http://investopedia.com/terms/c/cashflow.asp
Definition 3:
Englisch für Liquiditätszufluss. Der Cashflow dient zur Beurteilung der Finanzlage eines Unternehmens und wird aus der Gewinn- und Verlustrechnung gewonnen. Je höher der Cashflow, um so besser ist die Finanzlage des Unternehmens.
http://www.boersennotruf.de/brokerwerkzeug/kennzahlen.html
Definition 4:
Finanzwirtschaftlicher Überschuss (Einnahmenüberschuss) innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Es handelt sich hier um eine relevante Kennzahl innerhalb der Finanz- und Wertpapieranalyse und der Ermittlung der Kreditwürdigkeit. Mit dem Cashflow kann die Ertragskraft und das Finanzierungspotenzial transparent dargestellt werden. Der Cashflow setzt sich zusammen aus dem Jahresüberschuss, den Abschreibungen, den Veränderungen der langfristigen Rückstellungen und den Steuern auf Einkommen und Ertrag.
Handbuch für Value Investoren, FID Verlag 2006
Definition 5:
Finanzmittelüberschuss aus der wirtschaftlichen Tätigkeit eines Unternehmens in einer Periode; berechnet als Differenz zwischen finanzwirksamen Aufwendungen und Erträgen (direkte Methode) oder durch die indirekte Methode: Jahresüberschuss korrigiert um alle nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen (z.B. Abschreibungen) und nicht einzahlungswirksamen Erträge (z.B. Auflösung von Rücklagen). Der Cashflow ist ein Indikator für die Ertrags- und Finanzkraft eines Unternehmens.
© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim, 2005
Definition 6:
Betriebswirtschaftliche Kennziffer, die die Geldeinzahlungen und -auszahlungen eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum gegenüberstellt und dadurch ein Indikator für die Zahlungskraft eines Unternehmens ist.
Duden - Das Fremdwörterbuch, 8. Aufl. Mannheim 2005
Definition 7:
Als Cashflow bezeichnet man den Zuwachs an liquiden Mitteln eines Unternehmens durch das operative Geschäft. Sondereinflüsse wie der Verkauf von Unternehmensteilen werden üblicherweise nicht in die Berechnung des Cashflow einbezogen.
Der Cashflow dient als Kennzahl zur Aktienanalyse und -bewertung. Leider wird er nicht einheitlich berechnet. Üblich ist eine Berechnung des Cashflows als Summe des versteuerten Jahresgewinns, der Nettoveränderung der langfristigen Rückstellungen, der Abschreibungen auf Sachanlagen sowie der Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen.
Der Cashflow wird als Maßzahl zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens verwendet und geht in den Shareholder-Value ein. Zu beachten ist, dass der Cashflow nicht mit dem Gewinn eines Unternehmens identisch ist.
Börsenlexikon, © 2000 Campus Verlag
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