Bärenmarkt versus Bullenmarkt


Synonyme:
Kurzform:
engl.: bear market versus bull market


Definition 1:

Ein Finanzmarkt einer bestimmten Gruppe von Wertpapieren, in dem die Preise steigen oder erwartet wird, dass sie steigen.

Der Begriff Haussemarkt wird meistenteils hinsichtlich der Aktienbörse gebraucht, aber kann tatsächlich auf alles Beliebige angewandt werden, das gehandelt wird, wie Obligationen, Währungen, Waren usw.

Bullenmärkte zeichnen sich aus durch Optimismus, Investor-Zuversicht und die Erwartung, dass die starken Ergebnisse anhalten werden. Natürlich kann kein Haussemarkt für immer dauern, und früher oder später wird ein Bärenmarkt (in dem die Preise fallen) kommen. Es ist schwierig, wenn nicht unmöglich, durchweg vorauszusagen, wann sich die Trends auf dem Markt ändern werden. Ein Teil der Schwierigkeit besteht darin, dass psychologische Effekte und Spekulation manchmal eine große (wenn nicht dominierende) Rolle auf den Märkten spielen können. Das Extrem beim Höchststand ist ein Börsen-Bubble, und beim Tiefstand ein Crash.

Der Gebrauch von Bulle und Bär, um Märkte zu beschreiben, stammt von der Art und Weise, in der jedes Tier seine Gegner angreift. D.h. ein Bulle stößt seine Hörner in die Luft, und ein Bär schlägt seine Tatzen nach unten. Diese Handlungen sind Metaphern für die Bewegung eines Marktes: Wenn der Trend steigt, wird er als Bullenmarkt (Haussemarkt) betrachtet. Und wenn der Trend fällt, wird er als Bärenmarkt (Baissemarkt) betrachtet.

Übers. von http://www.investopedia.com/terms/b/bullmarket.asp


Definition 2:

Der Begriff Bullenmarkt oder Hausse (frz. für "Anstieg", gesprochen /'os/) steht an der Börse für steigende Kurse und Bärenmarkt oder Baisse (sprich: "bähß") für sinkende Kurse...

Sowohl Bullen- als auch Bärenmärkte werden auf verschiedene Zeiträume bezogen. Dauert ein solcher Markt viele Jahre an, so wird von einem säkularen Markt gesprochen...

Die Begriffe kommen von einem Schaukampf, den kalifornische Goldgräber zu ihrer Belustigung organisierten. Dabei wurde ein Bär an einen Pfahl gebunden und ein Stier auf ihn losgelassen. Entweder warf der Bulle den Bären mit seinen Hörnern hoch in die Luft oder der Bär rang den Bullen nach unten. Entsprechend haben sich auch die Begriffe für steigende bzw. fallende Kurse eingebürgert. Anderen Quellen zufolge kommen beide Begriffe auch aus dem Amerikanischen, jedoch abgeleitet von den Adjektiven bullish bzw. bearish welche mit haussierend bzw. auf eine Baisse eingestellt sein, übersetzt werden können.

Charakteristiken der Märkte: Die Börse unterscheidet zwischen Bären- und Bullenmarkt. Der Bär setzt auf einen erwarteten Kursabfall – er ist pessimistisch. Er macht sein Geld durch Skepsis und Unglauben, spekuliert auf Baisse oder kauft Verkaufsoptionen. Ein Bärenmarkt geht bergab. Der Bulle ist das Gegenteil – er ist optimistisch. Er kauft in der Hoffnung auf Aufschwung. Ein langfristiger Bullenmarkt ist etwas, um das Investoren beten – mit Ausnahme von Bären, die sich dann zum Winterschlaf verkriechen. Bärenmarkt und Bullenmarkt sind wie Yin und Yang: der Bär ist Yin, der Bulle ist Yang. Zusammen bewirken sie, dass die Börsenwelt sich dreht und die Kurse fallen und steigen...

Sowohl die Hausse als auch die Baisse können durch fundamentale ökonomische Umwälzungen (insbesondere die Konjunkturzyklen) als auch durch Spekulation bedingt sein. Ein übermäßiger Bullenmarkt kann durch übertriebene Ertragserwartungen zu einer Spekulationsblase führen. Auf der anderen Seite führt eine übertriebene Baisse mit fallenden Erwartungen der Anleger zu einem Börsenkrach...

Da beide Begriffe mit "B" beginnen und Anfänger Bullenmarkt und Bärenmarkt durcheinander bringen, bietet sich als Eselsbrücke ein Kalauer an: "Der Bär baisst"...

http://de.wikipedia.org/wiki/Bullen-_und_B%C3%A4renmarkt


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