Synonyme: Anlage des Fondsvermögens, Portfolio- oder Vermögens-Strukturierung
Kurzform:
engl.: asset allocation
Definition 1:
Eine Investitionsstrategie, die zum Ziel hat, Risiko und Belohnung auszubalancieren, indem sie die Vermögenswerte eines Portfolios aufteilt gemäß den Absichten einer Person, ihrer Risikotoleranz und ihres Investitionshorizonts.
Die drei hauptsächlichen Anlagenklassen - Aktien, festverzinsliche Papiere sowie Bargeld und Gegenwerte - haben unterschiedliche Niveaus von Risiko und Ertrag, folglich wird sich jede im Laufe der Zeit unterschiedlich verhalten. Es gibt keine einfache Formel, die für jede Person die richtige Anlage des Fondsvermögens ausfindig machen kann. Jedoch besteht Einigkeit unter den meisten Finanzfachleuten darin, dass die Portfolio Strukturierung eine der wichtigsten Entscheidungen ist, die Kapitalanleger treffen. Mit anderen Worten, Ihre Auswahl an individuellen Wertpapieren ist sekundär zu der Art und Weise, wie Sie Ihre Investition in Aktien, Obligationen sowie Bargeld und Gegenwerte aufteilen, die die hauptsächlichen Determinanten Ihrer Investmentergebnisse sein werden.
Portfolio-Strukturierung von Investmentfonds [asset-allocation mutual funds], auch bekannt als Lebenszyklus oder Zieldatum [target date] Fonds, sind ein Versuch, Investoren mit einer angemessenen Aufteilung der Anlagenklassen Portfolio-Strukturen zu liefern, die sich an das Alter eines Kapitalanlegers, seinen Risiko-Appetit und seine Anlageziele richten. Jedoch weisen Kritiker dieses Ansatzes darauf hin, dass das Erreichen einer standardisierten Lösung zur Aufteilung des Portfolio-Vermögens problematisch ist, weil individuelle Investoren individuelle Lösungen verlangen.
Übers. von http://www.investopedia.com/terms/a/assetallocation.asp
Definition 2:
einem bestimmten Anlagekonzept (richtet sich nach Risikoprofil, Zeithorizont und finanziellen Möglichkeiten des Investors) folgende Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Anlageformen, Währungen oder Regionen, um die Rendite und das Risiko eines Portefeuilles zu optimieren.
© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim, 2007
Definition 3:
Hier dreht sich alles um die prozentuale Aufteilung des Vermögens oder Depots auf unterschiedliche Anlagearten (assets). Ziel ist eine optimale Strukturierung. Kriterien sind die Eigenschaften der Assets, wie z.B. das Chance-Risiko-Verhältnis (Rendite), als auch Präferenzen des Anlegers und seine finanzielle und steuerliche Situation.
Handbuch für Value Investoren, FID Verlag 2006
Definition 4:
Unter Asset Allocation versteht man die Strukturierung eines Vermögens auf verschiedene Investmentarten (Diversifikation des Portefeuilles). Dabei soll durch eine breite Diversifikation (breite Streuung) in unterschiedliche Titel (z.B. Aktien, Anleihen, Immobilien usw.) die Rendite und das Risiko durch die Asset Allocation gesteuert werden. Insbesondere soll das Risiko durch die breite Diversifikation bei einer zu erzielenden Rendite minimiert werden.
D.h. es werden nicht nur unterschiedliche Papiere, sondern auch unterschiedliche Branchen (bzw. unterschiedliche Länder) bei der Auswahl berücksichtigt. Aber, zu beachten ist: „Nicht alle Eier in einen Korb legen“.
Durch gezielte Umschichtungen innerhalb des Portfolios sollen dann die gewünschten Anlegerziele verfolgt und erreicht werden. Die Asset Allocation eignet sich insbesondere für längerfristige Anlagehorizonte...
Zu beachten ist, dass dieser Ansatz nur bei einem „großen Topf“ möglich ist. D.h. ein großes Vermögen oder die Zusammenfassung kleinerer Vermögen im Fonds sind erforderlich. Durch das große Volumen sind die Transaktionskosten gegenüber der Einzelauswahl geringer.
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