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4. Schlüsselfaktor 3: Geopolitik


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« 3. Schlüsselfaktor 2: Wirtschaftswachstum


Nervt Sie der Wirtschaftsteil in Ihrer Zeitung?

Werden Ihre Augen glasig bei der bloßen Erwähnung von Wirtschaftsdaten und todlangweiligen Buchhaltungszahlen?

Keine Angst! Der Devisenmarkt ist der einzige Markt der Welt, auf dem Sie erfolgreich traden können, wenn Sie die politischen Nachrichten sowie Wirtschaftsmeldungen im Auge behalten.

Beachten Sie: Währungen repräsentieren Länder, keine Gesellschaften, wie es bei Aktien der Fall ist. Infolgedessen stellen Währungen ein politisches sowie wirtschaftliches Vermögen dar und reagieren sehr empfindlich auf jede Störung in der politischen Landschaft.

Wenn Sie sich vor Augen halten, dass Spekulanten zuerst weglaufen und erst später Fragen stellen, werden Sie spekulatives Verhalten im Zusammenhang mit geopolitischen Unruhen nachvollziehen und korrekt einschätzen und berechnen können. Mit anderen Worten, wann auch immer Investoren irgendeine Bedrohung für ihr Kapital fürchten, werden sie sich schnell auf ihre Nebenbeschäftigungen zurückziehen, bis sie sicher sind, dass es keinerlei politisches Risiko mehr gibt.

Deshalb gilt als allgemeine Faustregel im Devisenmarkt: Politik hat fast immer Vorrang vor der Volkswirtschaft. Die Geschichte des FX ist mit Beispielen des politischen Trading übersät. Lassen Sie uns einige Beispiele der vergangenen paar Jahre anschauen.


Misstrauensvotum drückt den Loonie nach unten

Ende Mai 2005 war keine glückliche Zeit für die Regierung der Liberalen Partei von Kanadas Premierminister Paul Martin. Nachdem er das Land zu seiner besten wirtschaftlichen Leistung der vergangenen 30 Jahre geführt hatte, sah sich Martin dem Kampf seines Lebens gegenüber: Seine Partei schickte sich zu einem Misstrauensvotum an aufgrund von vergangenen Korruptionsvorwürfen gegen die Liberale Partei.

Inzwischen wurde Kanadas Wirtschaft ein Star Performer, nicht zuletzt deshalb, weil der Ölpreis drastisch gestiegen war. Kanada nahm die Spitzenposition ein unter den Exporteuren von Rohöl in die Vereinigten Staaten und zog deshalb massiven Nutzen aus diesem neu gefundenen Reichtum. Doch trotz der großartigen Wirtschaftsnachrichten blieb der kanadische Dollar (CAD) schwach gegenüber dem Greenback, denn die Händler waren beunruhigt über die möglichen Auswirkungen des Falls der Liberalen.

Am 26. Mai 2005 überlebte die Regierung von Martin das Misstrauensvotum und der kanadischen Dollar erholte sich. Infolgedessen stürzte der USD/CAD [das USD/CAD-Paar wird umgekehrt gehandelt] in weniger als einer Woche um 200 Punkte ab: Der Markt fokussierte sich wieder auf Kanadas stellare wirtschaftliche Grundlagen.


Trotz der starken Wirtschaftsperformance blieb der kanadische Dollar schwach,
bis Martin das Misstrauensvotum überlebte und
das politische Klima in Kanada sich wieder beruhigte.


BoJ (Bank of Japan)-Präsident Fukui verantwortlich für den ins Trudeln geratenen Yen

Anfang Juni 2006 offenbarte der Gouverneur der Bank von Japan, Toshihiko Fukui, dem Unterhaus, dass er im Jahre 1999 10 Millionen Yen in einen von dem Finanzier Yoshiaki Murakami gegründeten Fonds investiert hatte. Murakami wurde später angeklagt, wobei ihm Insidergeschäfte vorgeworfen wurden. Fukui selbst war zwar in keine ungesetzlichen Aktivitäten verwickelt, jedoch beschädigte der bloße Anschein der Unschicklichkeit im imagebewussten Japan seinen Ruf außerordentlich.

Fukui war federführend bei Japans Geldpolitik während ihrer Erholung von einem jahrzehntelangen Kampf mit der Deflation und wurde als einer der stärksten Männer in den Devisenmärkten angesehen. Sein erzwungener Rücktritt richtete großen Schaden an im Hinblick auf die Aussichten auf eine weitere Erholung in Japan.

Inzwischen zeigten die japanischen Wirtschaftsdaten weiterhin eine herausragende wirtschaftliche Performance, da die Exporte und Geschäftsinvestitionen weiterhin zunahmen, die Arbeitslosigkeit jahrzehntelange Tiefstände erreichte und das Verbraucher-Sentiment sich verbesserte. In den Märkten verbreitete sich das Gerede, dass Japan bald seine Nullzinspolitik aufgeben und zum ersten Mal in diesem Jahrhundert tatsächlich positive Zinssätze haben würde.

Trotz all der positiven Spekulation geriet der Yen ins Trudeln und fiel weiterhin gegenüber dem Dollar ab, weil die Händler fürchteten, Fukui würde zurücktreten müssen. Fukui lehnte stur ab, und nachdem sich das Aufsehen gelegt und der Markt begriffen hatte, dass er auf seinem Posten bleiben würde, kehrte die Kraft des Yen zurück und zeigte damit aufs Neue, dass Politik, jedenfalls wenn es um Währungen geht, häufig wichtiger sein kann als Wirtschaft.


Trotz der positiven Spekulation und starken Wirtschaftsberichte
kam der japanische Yen nicht wieder zu Kräften,
bis die Kapitalanleger begriffen, dass Fukui nicht zurücktreten würde.


Wenn Sie es genießen, Veränderungen der politischen Landschaft vorauszusagen, werden Sie viel Spaß daran finden, Ihre Talente als Devisenhändler einzusetzen.



5. Schlüsselfaktor 4: Handels- und Kapitalflüsse »



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