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5. Schlüsselfaktor 4: Handels- und Kapitalflüsse


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« 4. Schlüsselfaktor 3: Geopolitik


Bevor Sie sich daran wagen, eine definitive Vorhersage für den Trend einer Landeswährung zu machen, gilt es noch einen Punkt zu beachten. Und zwar müssen Sie feststellen, ob das Land entweder dem Handelsfluss oder dem Kapitalfluss abhängig ist:

  • Beim Handelsfluss geht es darum, wie viel Einkommen ein Land durch den Handel verdient.
  • Der Kapitalfluss bezieht sich darauf, wie viel Investmentkapital ein Land aus dem Ausland anzieht.

Einige Länder sind sensibel für Handelsflüsse, während andere viel abhängiger sind von Kapitalflüssen.

Zu den Ländern, deren Währungskraft von ihren Handelsflüssen abhängt, gehören:

  • Kanada
  • Australien
  • Neuseeland
  • Japan
  • Deutschland

Diese Länder erreichen einen Großteil ihres Wachstums durch den Export diverser Wirtschaftsgüter. In ist Öl die primäre Einnahmequelle. In Australien beherrschen Industrie- und Edelmetalle den Handel und in Neuseeland bilden landwirtschaftliche Waren eine entscheidende Einkommensquelle. Handelsflüsse sind auch für andere exportabhängige Länder wie Japan und Deutschland wichtig.

Für Länder wie die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich, die große liquide Anlagemärkte haben, sind Kapitalflüsse von viel größerer Bedeutung. In diesen Ländern sind Finanzdienstleistungen vorrangig. In den Vereinigten Staaten repräsentieren die Finanzdienstleistungen tatsächlich 40% der Gesamtgewinne des S&P 500.

Um die Richtung von Währungen effektiv zu analysieren, ist es von entscheidender Bedeutung zu verstehen, welche Flüsse welches Land beeinflussen. Die USA können uns hierfür als nahezu perfektes Beispiel dienen:

Oberflächlich betrachtet sollte die US-Währung mit ihrem rekordverdächtigen Milliardendollar-Handelsdefizit und einem Leistungsbilanzdefizit von nahezu 1 Billion $ bedeutsam an Kaufkraft verlieren. Jedoch ist das – zumindest bislang - nicht der Fall gewesen. Tatsächlich sind die Vereinigten Staaten immer noch im Stande gewesen, ausreichend Investmentkapital (Kapitalfluss) vom Rest der Welt anzuziehen, um die negativen Effekte seiner massiven Handelsdefizite auszugleichen. Und solange sie das schaffen, bleibt ihre Währung stark.

Vorläufig sind Handelsfluss-Defizite für den Dollar also nicht von Bedeutung. Sollten die Vereinigten Staaten jedoch unfähig werden, genügend Kapitalfluss anzuziehen, um ihre Defizite auszugleichen, kann die Währung abstürzen.



6. Schlüsselfaktor 5: Fusionen und Firmenkäufe »



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