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« 3. Unterschiedliche Arten von Aktien
Die meisten Aktien werden an Börsen gehandelt, die Orte sind, wo Käufer und Verkäufer sich treffen und über einen Preis entscheiden. Einige Börsen sind physische Örtlichkeiten, wo Transaktionen auf einem Börsenparkett ausgeführt werden. Sie haben wahrscheinlich Bilder eines Börsenparketts gesehen, in dem Händler wild ihre Arme hochwerfen, winken, schreien und sich gegenseitig Signale übermitteln. Die andere Art der Börse ist virtuell, aus einem Computer-Netzwerk zusammengesetzt, wo Trades elektronisch getätigt werden.
Der Zweck einer Aktienbörse ist es, den Austausch von Wertpapieren zwischen Käufern und Verkäufern zu erleichtern und dabei die Risiken beim Investieren zu verringern. Stellen Sie sich einfach vor, wie schwierig es wäre Aktien zu verkaufen, wenn Sie in der Nachbarschaft herumtelefonieren müssten, um zu versuchen, einen Käufer zu finden. In der Tat ist eine Aktienbörse nichts anderes als ein super-entwickelter Bauernmarkt, wo Käufer und Verkäufer miteinander in Verbindung gebracht werden.
Bevor wir weitergehen, sollten wir zwischen dem Primärmarkt und dem Sekundärmarkt unterscheiden. Der Primärmarkt ist derjenige Markt, wo Wertpapiere geschaffen werden (mittels eines Börsenganges: Initial Public Offering - IPO), während Investoren auf dem Sekundärmarkt mit vorher ausgegebenen Wertpapieren Handel treiben ohne Beteiligung der ausgebenden Gesellschaften. Der Sekundärmarkt ist das, worauf Leute sich beziehen, wenn sie über die Aktienbörse sprechen. Es ist wichtig zu verstehen, dass das Trading der Aktie einer Gesellschaft diese Gesellschaft nicht direkt einschließt.
Die renommiertste Börse der Welt ist die New Yorker Börse (NYSE). Der "Big Board" wurde 1792 gegründet, also vor mehr als 200 Jahren, mit der Unterzeichnung des Buttonwood Agreement von 24 Börsenmaklern und Großhändlern von New York City. Zurzeit ist die NYSE - mit Aktien wie General Electric, McDonald's, Citigroup, Coca-Cola, Gillette und Wal-Mart - der Markt der Wahl für die größten Gesellschaften in Amerika.
Die NYSE ist die erste Art von Börse (wie oben erwähnt), an der ein Großteil des Trading persönlich auf einem Börsenparkett getätigt wird. Dies wird auch listed exchange genannt. Aufträge gehen durch Broker-Firmen ein, die Mitglieder der Börse sind, und fließen runter zu Börsensaal-Brokern, die zu einer spezifischen Stelle auf dem Parkett gehen, wo die Aktie gehandelt wird. An dieser Position, bekannt als der Handelsposten [trading post], gibt es eine spezifische, Spezialist genannte Person, deren Job es ist, Käufer und Verkäufer miteinander abzustimmen. Die Preise werden bestimmt, indem eine Versteigerungsmethode (siehe Auktionsmarkt) verwendet wird: Der Tagespreis ist der höchste Betrag, den ein beliebiger Käufer zu bezahlen bereit ist, und der niedrigste Preis, für den jemand zu verkaufen bereit ist. Sobald ein Trade gemacht worden ist, werden die Details zur Broker-Firma zurückgesendet, die dann den Investor benachrichtigt, der den Auftrag erteilt hat. Obwohl es menschlichen Kontakt in diesem Ablauf gibt, denken Sie nicht, dass sich die NYSE noch in der Steinzeit befände: Computer spielen eine riesige Rolle bei dem Prozess.
Die zweite Art von Börse ist die virtuelle Sorte, außerbörslicher (over-the-counter - OTC) Markt genannt, von dem die Nasdaq am populärsten ist. Diese Märkte haben weder irgendeinen zentralen Standort noch irgendwelche Börsensaal-Broker. Das Trading wird durch ein Computer- und Telekommunikationsnetz von Händlern getätigt. Es pflegte so zu sein, dass die größten Gesellschaften nur an der NYSE zugelassen waren, während alle anderen zweitrangigen Aktien an den anderen Börsen gehandelt wurden. Der technologische Boom Ende der 90-er Jahre änderte all dies; jetzt ist die Nasdaq das Zuhause für mehrere große Technologiegesellschaften wie Microsoft, Cisco, Intel, Dell und Oracle. Das führte dazu, dass die Nasdaq ein ernster Mitbewerber für die NYSE wird.
An der Nasdaq agieren Maklerfirmen als Market Maker für verschiedene Aktien. Ein Market Maker liefert kontinuierliche Gebots- und Angebotspreise innerhalb eines vorgeschriebenen Prozentsatz Spread für Anteile, für deren Market Making sie vorgesehen sind. Sie können Käufer und Verkäufer direkt miteinander abstimmen, aber für gewöhnlich werden sie einen Warenbestand von Aktien aufrechterhalten, um die Nachfragen von Investoren zu befriedigen.
Die drittgrößte Börse in den Vereinigten Staaten ist die American Stock Exchange (AMEX). Die AMEX pflegte eine Alternative zur NYSE zu sein, aber diese Rolle ist seitdem durch die Nasdaq ausgefüllt worden. Tatsächlich hat die National Association of Securities Dealers (NASD), die der Ursprung der Nasdaq ist, die AMEX 1998 gekauft. Fast der gesamte heutige Handel an der AMEX wird in Small-Cap Aktien und Derivaten getätigt.
Es gibt viele Börsen, die sich in beinahe jedem Land auf der ganzen Welt befinden. Die amerikanischen Märkte sind zweifellos am größten, aber sie repräsentieren doch nur einen Bruchteil des gesamten Investitionsvolumens um den Erdball. Die beiden anderen hauptsächlichen Finanzknotenpunkte sind London, Heimat der London Stock Exchange, und Hongkong, Heimat der Hong Kong Stock Exchange.
Der letzte Ort, der es wert ist erwähnt zu werden, ist das außerbörsliche Anschlagbrett (Over-The-Counter Bulletin Board - OTCBB). Die Nasdaq ist ein außerbörslicher Markt, aber der Begriff bezieht sich für gewöhnlich auf kleine Aktiengesellschaften, die den Zulassungsanforderungen irgendeines der geregelten Märkte einschließlich der Nasdaq nicht entsprechen. An dem OTCBB sind Penny-Aktien beheimatet, weil es wenig bis gar keine Regulierung gibt. Das macht das Investment in eine OTCBB Aktie sehr riskant.
5. Was verursacht die Veränderungen bei Aktienkursen »
9. Fazit »»